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13 April 2016

Mehr-Wert

„Intervenieren“ kann bedeuten: eingreifen, sich einmischen, sich einschalten, dazwischenfahren, dazwischenfunken, dazwischentreten, protestieren, sich verwenden für, vermitteln, hineinreden, sich eindrängen, ein Wort einlegen für, Einspruch erheben.

Die Arbeiten des Künstlers Christian Hasucha [www.hasucha.de] untersuchen Möglichkeiten der konkreten Intervention [www.theomag.de/01/kw2.htm] in den (öffentlichen) Raum. Zur Zeit läuft auf einer kleinen asphaltierten Fläche in Köln, dem Kunstraum 10 qm [www.10qm.de/], Hasuchas Experiment Die Zuschreibung.

02 Juli 2012

Einsichten

zur documenta13 verspricht Tim Pickartz in seinem Blog:

100 Tage 100 Ansichten

16 Mai 2012

Kunst - Kirche - documenta

Nachdem nun öffentlich bekannt wurde, dass sich die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck von der documenta erfolgreich hat unter Druck setzen lassen, ein mit Gregor Schneider (Vertreter Deutschlands auf der Biennale 2001 in Venedig und Gewinner des Goldenen Löwen) geplantes Kunstprojekt abzusagen, werden ernste Fragen an das Kunstverständnis der evangelischen Kirche laut:
Unter welchen Gesichtspunkten setzt sich die Ev. Kirche mit Kunst auseinander? Was bedeutet Kunst für sie? Inwieweit kann man etwas, was man für eine erforderliche Begegnung hält, einfach aufgeben?

10 Mai 2012

Zur Balkenhol-Skulptur in Kassel

Ein ausgezeichneter Kommentar zum Konflikt um die Balkenhol-Skulptur in Kassel im Vorfeld der documenta findet sich bei Dirk Schwarze in seinem auch sonst empfehlenswerten documenta-Blog "Schwarze Kunst".

Kommentar von Dirk Schwarze

Nur zwei kleine Ergänzungen: die erste documenta-Begleitausstellung fand schon 1982 unter dem Stichwort "Abendmahl. Zeitgenössische Positionen" statt und präsentierte Werke u.a. von Ben Willikens, Timm Ulrichs, Klaus Staeck, Johannes Grützke.

Und die späteren Begleitaustellungen der Ev. Kirche nach 1997 fanden nicht nur in Absprache mit der documenta statt, sondern während der documenta 11 besuchte der künstlerische Leiter der documenta zum Künstlertag der Kirche auch demonstrativ die Ausstellung und hielt eine Ansprache. Und der Leiter der letzten documenta lud den Ratsvorsitzenden der EKD zum Gang über die documenta ein. Wie sich die Zeiten ändern. Es muss also wirklich an der Persönlichkeit der jetzigen documenta-Leiterin liegen, dass nun etwas schief läuft.

09 Mai 2012

Skandal Kunst und Kirche

In Kassel gibt es im Augenblick einen skandalösen Streit zwischen der documenta-Leitung und der katholischen Kirche. Dabei offenbart die documenta ein ziemlich totalitäres Kunstverständnis, das einen an die Zeiten des 19. Jahrhunderts erinnert. Worum geht es? Die katholische Kirche hat für die Zeit der documenta den weltweit berühmten Künstler Stephan Balkenhol in die St. Elisabeth-Kirche eingeladen Und dort zeigt er einige seiner Skulpturen, u.a. auch auf dem Turm der Kirche. Die documenta meint nun, im Sinne eines Gesamtkunstwerks über ganz Kassel verfügen zu können und möchte am liebsten die Kunstaktivität untersagen. Wo andere maßgebliche Ausstellungen wie die Biennale in Venedig jeweils die Kunst-Veranstaltungen anderer Aussteller, die die zentrale Ausstellung begleiten, explizit hervorheben, suchen die Kasseler Veranstalter Kunst zu unterdrücken und verweisen stolz darauf, dass es ihnen im Fall der Evangelischen Kirche auch gelungen sei. Wie unendlich peinlich - für die documenta und die Evangelische Kirche.

Hier gibt es weitere Infos:

28 Mai 2010

dOCUMENTA 13 - erstes Kunstwerk

Am 21. Juni 2010 um 12 Uhr mittags wird Giuseppe Penones Arbeit Idee di Pietra (Ansichten eines Steins) als erstes Kunstwerk der dOCUMENTA (13) im Auepark in Kassel eingeweiht.

Auf den ersten Blick scheint sich eine kleine Wolke in den Zweigen eines Baums verfangen zu haben, der beinahe neun Meter hoch ist. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich der Baum als eine Bronzeskulptur, in deren oberen Teil ein großer Stein ruht. Neben der Skulptur wächst ein kleiner, lebendiger, junger Baum. Er steht in der Nähe der Orangerie im Kasseler Auepark, ganz im Gleichgewicht zwischen Realität, Repräsentation und Fiktion, und zelebriert die poetische Erfahrung und die Beziehung von Natur und Kultur durch die Kunst.

Zwei Jahre vor der offiziellen Eröffnung geht die dOCUMENTA (13) ans Werk und pflanzt einen Baum im Park. Wie dieser Baum wird die dOCUMENTA (13) über die nächsten zwei Jahre hinweg wachsen.

„Dieses Ereignis findet am Tag der Sommersonnenwende statt, wenn die Sonne ihren höchsten Stand am Himmel erreicht,“ sagt Carolyn Christov-Bakargiev. „Wir feiern den Beginn des Sommers und der Schaffenskraft von Kunst mit diesem Augenblick im Park - dem Pflanzen eines Baumes.”

04 September 2009

Robert Schad - der Linie lang

Vom 20. September bis zum 15. November 2009 zeigt der Kunstverein Reutlingen eine Ausstellung mit Arbeiten des Bildhauers Robert Schad unter dem Titel "der Linie entlang. Stahlarbeiten und Zeichnungen". Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 20. September 2009 um 11 Uhr eröffnet.

10 Dezember 2008

Kunstmärchen

Im Rahmen eines Netzwerkprojekts space-thinks bestieg der Künstler Matthias Schamp am 17. November 2008 in Berlin einen Heißluftballon. Als er über den Berliner Stadtteil Neukölln schwebt, pustet er eine Unze Goldstaub in die Luft.

Bis 1920 war der Ortsteil eine eigenständige Stadt, die noch 1912 Rixdorf (bei Berlin) hieß. Schamp nennt seine Aktion "Rixdorfer Vergoldung" und schreibt zur Realisation: "Zwar ist die ausgebrachte Menge verglichen mit der Größe Rixdorfs gering, so dass sie im Stadtkörper, obzwar faktisch vorhanden, optisch nicht wahrnehmbar ist. [...] Als eine Art in die Welt gesetztes Märchen soll die Rixdorfer Vergoldung in den erzählten und erinnerten Erlebnisbestand der Bewohner eingehen." [Foto: (c) Uwe Jonas]

17 September 2008

Lingener Kunstpreis 2008 an Julia Oschatz

Den mit 7500 Euro dotierten Lingener Kunstpreis erhält 2008 die Künstlerin Julia Oschatz. Am 28. September wird um 11.30 Uhr in der Kunsthalle Lingen die Ausstellung „Julia Oschatz - Lingener Kunstpreis 2008“ eröffnet. Eine Einführung in das Werk der Künstlerin gibt anschließend Heiner Schepers, Direktor der Kunsthalle. Während der Ausstellung erscheint ein Katalog mit den installativen Arbeiten in der Lingener Kunsthalle.

21 Mai 2008

migros museum für gegenwartskunst Zürich 1978–2008

Anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums der Sammlungsaktivität des Migros-Genossenschafts-Bundes und der intensiven dreijährigen Sammlungsaufarbeitung präsentiert das migros museum für gegenwartskunst vom 1. Juni–17. August 2008 eine Auswahl seiner Sammlungswerke in einer umfassenden Gesamtschau. Die Auswahl der Werke erschliesst dabei alle unterschiedlichen Sammlungsperioden – vom Minimalismus und konzeptuellen Arbeiten der 1960er und 1970er Jahre bis zu aktuellen Werken, die sich mit sozialpolitischen, performativen, glamourösen oder unheimlichen Strategien auseinandersetzen. Für diese Ausstellung hat der österreichische Künstler Markus Schinwald eine spezielle Ausstellungsarchitektur entworfen, die dem Betrachter ein «neues Sehen» auf die Werke ermöglichen wird.

Mit der Gründung des migros museum für gegenwartskunst 1996 im Zürcher Löwenbräu-Areal schuf das Migros-Kulturprozent eine Institution, die internationales Ansehen geniesst. Das migros museum für gegenwartskunst versteht sich als ein Zentrum aktueller Kunstproduktion. Der Begriff Gegenwartskunst impliziert die Einbindung in einen gesellschaftlichen Kontext und die Teilhabe an einem Prozess des Austauschs, der Produktion von Kunst.

Die Ankäufe für die Sammlung ergeben sich meist aus den Produktionen der Ausstellungen oder durch die direkte Zusammenarbeit mit den Künstlern. So konnten über die Jahrzehnte verschiedene, grosse installative Werke angekauft werden. Das migros museum für gegenwartskunst macht es möglich, konservatorisch aufwendige Installationen zu sammeln, die sonst wenig Chance hätten, erhalten zu bleiben. Über die Zeit von 30 Jahren (1978–2008) wurde der Kernbestand der Sammlung von ca. 450 Werken angelegt. Die Sammlungswerke sind im Museum nicht permanent zu sehen, vielmehr werden sie gemeinsam mit anderen zeitgenössischen Kunstpositionen im Rahmen von Ausstellungen gezeigt. Die Besucher erleben so die Sammlung im Kontext heutiger Kunstproduktion und entdecken ihre zahlreichen Facetten immer wieder aufs Neue.

Die aktuelle Ausstellung zeigt Sammlungswerke von:

Carl Andre – Art & Language – Atelier van Lieshout – John Baldessari – Lothar Baumgarten – Alighiero Boetti – Christine Borland – Olaf Breuning – Christoph Büchel – Heidi Bucher – Stefan Burger – Tom Burr – Jean-Marc Bustamante – Maurizio Cattelan – Marc Camille Chaimowicz – Spartacus Chetwynd – Marlene Dumas – Elmgreen & Dragset – Berta Fischer – Urs Fischer – Sylvie Fleury – Gabríela Fridriksdóttir – Douglas Gordon – San Keller – Sol LeWitt – Olivier Mosset – Juan Muñoz – Bruce Nauman – Olaf Nicolai – Cady Noland – Henrik Olesen – Giulio Paolini – David Renggli – Ugo Rondinone – Ed Ruscha – Robert Ryman – Jean-Frédéric Schnyder – Paul Thek – Rirkrit Tiravanija – Niele Toroni – Piotr Uklanski – Banks Violette – Philip Wiegard – Stephen Willats – Christopher Wool

Die Ausstellung wird kuratiert von Heike Munder und Markus Schinwald.

14 Mai 2008

Kurze Momente innerer Ruhe

"Es sind banale Gegenstände und einfachste Mittel, mit denen Ingo Gerken Subversionen demonstriert und zurückhaltend auf ihr mögliches Potential abtastet. So wird ein Möbel zum geborstenen Sockel und Ausgangspunkt für den nächsten Balanceakt, bei dem alle Teile, egal in welchem Zustand, ein gemeinsames System bilden, in dem man sich nicht über die herrschenden Gewichtungen im Klaren sein kann." Dies schreibt Meike Jansen über die Kunst von Ingo Gerken anlässlich seiner Ausstellung in der Gitte Weise Galerie, Berlin.

Ingo Gerken, Kurze Momente innerer Ruhe, Gitte Weise Galerie Berlin, 16. Mai bis 28. Juni 2008

06 Mai 2008

Go for it!

Das Weserburg Museum für moderne Kunst zeigt vom 10. Mai bis 31. Dezember 2008 aus dem Sammlung Olbricht eine Zusammenstellung unter dem Titel Go for it!

Das Museum schreibt dazu: Thomas Olbricht sammelt Gegenwartskunst aus Überzeugung und Leidenschaft. Schon seit längerer Zeit ist er mit der Weserburg durch wechselnde Leihgaben verbunden und 2001 wurde hier die überregional beachtete Ausstellung „Ohne Zögern, die Sammlung Olbricht, Teil 2“ gezeigt. Inzwischen gehört die Olbricht Collection mit ihren etwa 1500 internationalen Werken zu den renommiertesten Sammlungen zeitgenössischer Kunst überhaupt. Der Essener Arzt und Naturwissenschaftler sammelt zudem gern jenseits des Mainstreams und fokussiert sein Interesse immer wieder auf ganz junge Kunst, welche übrigens zu über 50% von Künstlerinnen stammt. Besonders sein Blick auf die Themen Körper, Tod, Religion, Sexualität, sein Interesse an der Schönheit, aber auch Verletzlichkeit des menschlichen Leibes macht die Sammlung unverwechselbar und in mancherlei Hinsicht sehr provokant.

Die Eröffnung ist am Freitag, 9. Mai 2008, 19 Uhr
Weitere Infos

07 Februar 2008

ZEITEN und RÄUME

Noch bis zum 24. März 2008 ist im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop die Ausstellung "Zeiten und Räume" zu sehen. Sie ist Teil einer Reihe zum Thema "Distanzen - Dinge und Räume in der aktuellen Fotografie und den neuen Medien". Natascha Borowsky, Claudio Pfeifer, Chris Durham, Ingo Gerken, Geissler & Sann, Philipp Geist und Christian Wolter zeigen Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Video, Computer und Installation.

Abb.: Ingo Gerken

08 Januar 2008

Leben in Münster II

1998 hatte Christian Hasucha in der Galerie des Fördervereins Aktuelle Kunst in Münster Fotoleinwände mit Siedlungsansichten ausgestellt. Jede Leinwand hatte in der Bildmitte eine Aussparung für ein Buch, das jetzt, zehn Jahre später, eingesetzt werden soll. Die Bücher hatte Hasucha 1998 an zwölf Bewohner mit der Bitte verschickt, sie als Notiz- oder Tagebücher zu verwenden und zehn Jahre lang den Blättern Niederschriften über ihr Leben in der Stadt anzuvertrauen. 2008 bekommen die Teilnehmer nun die „fertigen" Bilder mit ihren eingefügten Büchern überreicht.

Zur damaligen Ausstellung vgl. Karin Wendt: Leben in Münster. Ein Projekt von Christian Hasucha. Ansichten einer Siedlung

11 Dezember 2007

Duchamp, Man Ray, Picabia

Die Ausstellung Duchamp, Man Ray, Picabia in der Tate Modern soll dem Besucher einen einmaligen und beeindruckenden Einblick in die künstlerische Beziehung und Freundschaft der drei größten Figuren der Kunst des frühen 20igsten Jahrhunderts, Marcel Duchamp, Man Ray und Francis Picabia erlauben.

Zusammen schufen sie in New York, während des ersten Weltkrieges, die berühmte Dada-Bewegung. Ihre Freundschaft, welche in der Geschichte der modernen Kunst ungewöhnlich war, hielt über einen langen Zeitraum hinweg mit wechselnder Intensität stetig an. Das Herzstück ihrer Freundschaft war ihre gemeinsame Lebensauffassung, welche auch in ihren Werken entweder mit Humor, Ironie oder in bildstürmerischen Gesten immer wieder zum Ausdruck kam. Deutlich tritt in den Werken, wenn auch oft verschlüsselt, das Interesse an sexuellen Beziehungen und Erotik hervor. Die Ausstellung Duchamp, Man Ray, Picabia setzt sich als Ziel die verschiedenen Affinitäten und Parallelen in den Werken der drei Künstler sichtbar zu machen, um zu zeigen wie ihre Ideen und Innovationen sich gegenseitig beeinflussten.

21. Februar 2008 - 26. Mai 2008

Tate Modern, 4 Etage
Jeden Tag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.
Freitag und Samstag bis 22.00 Uhr geöffnet.