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27 Februar 2014

Jan Hoet ist gestorben

Jan Hoet, einer der großen documenta-Leiter, ist am Donnerstag im Alter von 77 Jahren in Gent gestorben. Wer ihn je getroffen hat, weiß, wie charismatisch und faszinierend er die Sinnlichkeit der Kunst vermitteln konnte.

[Andreas Mertin, Jan Hoet, Jörg Mertin und Susanne Tunn im Gespräch)

28 Januar 2014

Pete Seeger (1919-2014)

Sein Auftritt 2012 in New York, beeindruckend!



R.I.P.

19 Oktober 2013

Notiz zum Limburger Bischof

Aus der Legenda Aurea" über den Apostel Thomas:

Thomas der Apostel war zu Caesarea in der Stadt, da erschien ihm unser Herr und sprach: "Gundoforus der König von Indien hat seinen Schaffner Abbanes ausgesendet, daß er ihm suche den besten Baumeister. Darum steh auf, ich will dich zu ihm senden". Sprach Sanct Thomas "Herr, sende mich wohin du willst, allein nach Indien sende mich nicht". Da antwortete unser Herr und sprach "Thoma, geh und fürchte dich nicht, ich will dein Hüter sein; und wenn du die von Indien bekehrt hast, so sollst du zu mir kommen mit der Märtyrer Palme". Sprach Sanct Thomas "Du bist mein Herr, ich bin dein Knecht, dein Wille geschehe". Da nun der Schaffner des Königs auf dem Markte ging, sprach zu ihm unser Herr "Jüngling, was suchest du?" Er antwortete "Mein Herr hat mich gesandt, daß ich ihm suche die besten Meister der Baukunst, daß sie ihm einen Palast machen nach der Römer Weise". Da gab ihm unser Herr Sanct Thomam als einen großen Meister in der Kunst. Also stiegen sie miteinander zu Schiff und fuhren über Meer. ...

Hiernach kamen Abbanes und Sanct Thomas zu dem König von Indien; und Sanct Thomas zeichnete ihm einen herrlichen Palast, den er ihm bauen wollte; dazu gab ihm der König einen großen Schatz Goldes und fuhr in ein ander Land. In der Zeit teilte Sanct Thomas den Schatz unter die Armen, und zwei ganze Jahre, dieweil der König aus war, predigte er dem Volk und bekehrte unzählig viel Volks zum Christenglauben. Als der König wieder kam und vernahm, wie Thomas gelebt hatte mit seinem Gut, da warf er ihn samt Abbanes in den tiefsten Kerker und gedachte, wie er sich an ihnen räche, und wollte sie beide lebendig schinden und darnach mit Feuer verbrennen. Zu der Zeit starb Gad, des Königs Bruder; dem ward ein Grab mit großer Pracht bereitet. Aber am vierten Tage erstand der Tote; da erschraken und flohen alle, die gegenwärtig waren. Der tote Gad aber sprach zu seinem Bruder "Wisse, daß der Mensch, den du Willen hattest zu schinden und zu brennen, ist ein Freund Gottes, und dienen ihm alle Engel: die führten mich auch in das Paradies und zeigten mir einen Palast, der war wunderbarlich gewirkt von Gold und von Silber und von edelem Gestein; und da ich mich der Gezierde verwunderte, sprachen sie zu mir 'Dies ist der Palast, den Thomas deinem Bruder hat gemacht'. Da sprach ich 'Wollte Gott, daß ich Pförtner da möchte sein'. Sie antworteten 'Dein Bruder hat sich unwürdig gemacht dieser Wohnung, darum, begehrst du hierinnen zu wohnen, so wollen wir Gott für dich bitten, daß er dir das Leben wiedergebe, damit du deinem Bruder seinen Palast abkaufest und ihm das Geld wiedergebest, das er wähnet verloren zu haben'." Mit dem so lief Gad in den Kerker und bat Sanct Thomas, daß er seinem Bruder wolle verzeihen, und löste ihm seine Fesseln, und bat ihn, daß er ein köstlich Leid von ihm nähme. Aber Sanct Thomas sprach "Weißt du nicht, daß die nichts leibliches noch weltliches begehren, so Gewalt wollen haben in dem Himmel?" Als Sanct Thomas aus dem Kerker ging, lief ihm der König entgegen, warf sich ihm zu Füßen und bat um Gnade. Da sprach der Apostel "Gott hat euch sonderliche Gnade getan, daß er euch seine Heimlichkeit hat erzeigt. Darum glaubet an ihn und lasset euch taufen, damit ihr teilhaftig werdet des ewigen Reiches". Sprach zu ihm Gad, des Königs Bruder "Ich sah den Palast, den du meinem Bruder hast gebaut, und hab erworben, daß ich den kaufen dar". Antwortete Sanct Thomas "Das steht in deines Bruders Willen". Da sprach der König "Der Palast ist mein, und soll Sanct Thomas dir einen sonderen bauen, und mag er das nicht tun, so soll dieser Palast uns beiden gemeinsam sein." Der Apostel antwortete "Es sind unzählige Paläste in dem Himmel von Anbeginn der Welt bereit, die man kaufet mit dem Glauben und mit Almosen. Also mögen euch eure Schätze nütze sein, so sie vor euch her gehen zu den himmlischen Wohnungen; denn nachfolgen mögen sie euch nimmermehr".

27 August 2012

Kulturfrühstück

Horst Schwebel, Herausgeber des Magazins für Theologie und Ästhetik, hat sich im hessischen Rundfunk im Rahmen des Kulturfrühstücks zu seinem neuen Buch "Der Durchstreicher", zum Verhältnis von Kunst und Kirche und zur dOCUMENTA(13) geäußert.

04 Juli 2012

Stephan Pfürtner

... einer der Großen der deutschsprachigen Theologie ist am 2. Juli 2012 verstorben.

Weitere Infos zur Person finden sich hier und hier.

19 Februar 2012

Konfessionskunde

Aus der gestrigen Diskussion im Forum von tageschau.de als die Frage aufkam, ob nicht Alt-Bischof Huber neuer Bundespräsident werden könnte:

22 Februar 2011

Was in diesen Tagen klar gesagt werden muss ...

fasst Tissy Bruns im Kommentar des Tagesspiegels zusammen: "was offen zutage liegt: Nämlich Täuschung und Diebstahl, also Rechtsbruch durch den Abgeordneten Guttenberg, den er als Verteidigungsminister vertuscht, wiederum unter fortlaufendem Bruch demokratischer Grund- und Anstandsregeln."

Und das Fazit: Merkel "ist mit Guttenberg ein Bündnis von Popularität und Täuschungen eingegangen, das von einem zynischen Motto zusammengehalten wird: Das Volk, es will betrogen sein. Ein gefährlicher Moment für die Demokratie, wenn dieses Stück Erfolg hat."

So ist es. Wehret den Anfängen!

31 Mai 2010

Louise Bourgeois gestorben

Im Alter von 98 Jahren ist am Montag, den 31.05.2010 die französisch-amerikanische Malerin und Bildhauerin Louise Bourgeois gestorben. Sie galt als eine der wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart.

13 Mai 2008

Robert Rauschenberg gestorben

Im Alter von 82 Jahren ist gestern der amerikanische Pop-Künstler Robert Rauschenberg gestorben. Rauschenberg kombinierte in seinen Kunstwerken Alltagsgegenstände wie Autoreifen, Fahrräder und ausgestopfte Ziegen zu künstlerischen Collagen.

Zentrale Fragen der Arbeiten von Rauschenberg waren: "Wie wird etwas von wem wahrgenommen? Was ist Erinnerung und was Zeit, was ist ein Bild und was ein Objekt? Wie verhalten sich Produktion und Rezeption? Rauschenbergs Hauptthema ist die Kommunikation und die Wahrnehmung. Auch interessiert ihn das erkenntnistheoretische Problem – die Frage, wie sich Kontinuität und Wandel zueinander verhalten." (wikipedia)

07 Mai 2008

Nicolaus Schafhausen erneut deutscher Kurator in Venedig

Nicolaus Schafhausen ist erneut zum Kurator des deutschen Pavillons für die Kunstbiennale 2009 in Venedig berufen worden. Schafhausen, Direktor des Witte de With Zentrums für Zeitgenössische Kunst in Rotterdam, hatte schon im vergangenen Jahr das Konzept für den deutschen Beitrag erstellt.

15 April 2008

Daniel Birnbaum ist der Kurator der 53. Biennale Venedig

Daniel Birnbaum ist der Kurator der 53. Internationalen Kunstausstellung der Biennale Venedig, die von Juni bis November 2009 stattfindet.

Der Vorstand der Fondazione La Biennale di Venezia unter dem Vorsitz von Paolo Baratta ernannte Birnbaum am 7. April 2008 zum Direktor des Bereichs Visuelle Künste und übertrug ihm damit die Verantwortung für die künstlerische Leitung der 53. Biennale von Venedig.

Daniel Birnbaum wurde 1963 in Stockholm, Schweden, geboren. Seit 2001 ist er Rektor der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt/Main und Direktor der dortigen Ausstellungshalle Portikus.

08 Dezember 2007

Karlheinz Stockhausen (1928-2007)

"Die gesamte Arbeit von Stockhausen kann als Versuch aufgefaßt werden, Möglichkeiten musikalischen Zusammenhangs in einem vieldimensionalen Kontinuum zu erproben. Solche Souveränität, die in einer unabsehbaren Mannigfaltigkeit von Dimensionen es gestattet, Zusammenhang zu stiften, schafft von innen her die Verbindung der Musik mit Visuellem, mit Architektur, Plastik und Malerei."
(Theodor W. Adorno, Die Kunst und die Künste).

"Die Krise des Sinnzusammenhangs als eines phänomenal, in der Tuchfühlung seiner Teile wahrnehmbaren Ganzen hat die seriellen Komponisten nicht dazu verführt, den Sinn einfach zu liquidieren. Stockhausen hält ihn, den unmittelbar apperzipierbaren Zusammenhang, als einen Grenzwert fest. Von ihm führte ein Kontinuum bis zu solchen Strukturen, die der gewohnten Weise des Sinn Hörens, also der Illusion der Notwendigkeit von Klang zu Klang, sich versagen. Sie lassen nur noch etwa so sich auffassen, wie das Auge die Fläche eines Bildes als ganze überschaut."
(Theoder W. Adorno, Voraussetzungen)