08 November 2008
Fehlanzeige
Da ist es passend, was man heute unter dem Stichwort "Kunst" als "Beispiele guter Praxis" findet: Nichts.
01 Oktober 2008
Heft 55 von tà katoptrizómena ist erschienen!
CONTAINER
und enthält folgende Beiträge:
EDITORIAL
VIEW
Reflexionen über die Negativität der Kunst in der Ästhetik Adornos
Jürgen Förster
Zur theologischen Bedeutung des Kirchenraumes
Eine Auseinandersetzung
Andreas Mertin
Freiheit oder Funktionalismus
Eine Glosse
Andreas Mertin
RE-VIEW
Kapelle / ChapelEin Kunstdokument
Andreas Mertin
Sakralbau
Eine Rezension
Andreas Mertin
Die irritierende Faszination des Todes
Eine Rezension
Andreas Mertin
Menschwerdung oder Entgöttlichung
Was bedeutet Kenosis?
Christoph Fleischer
Motiviert zur Bibel greifen
Eine Rezension
Christoph Fleischer
Spiritualität und Diakonie
Rezensionen
Christoph Fleischer
POST
FroschperspektivenÜberflüssiges - Über Flüssiges - Überflüssiges
Andreas Mertin
17 September 2008
Lingener Kunstpreis 2008 an Julia Oschatz
16 September 2008
Völlig losgelöst
So etwas findet sich als Anmerkung von Matthias Morgenstern unter dem Titel "Kultische Destabilisierung" im Buch "Bibel in gerechter Sprache?: Kritik eines misslungenen Versuchs" von Ingolf U. Dalferth, Jens Schröter, Mohr Siebeck, 2007Da wundert sich der Leser: Bibelübersetzungen mit kunst- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven zu vergleichen ist "völlig fehlgeleitet"? Vielen Dank, Major Tom! So kann man die Selbstghettoisierung der Theologie auch vorantreiben.
"Fehlgeleitet", lieber Kollege, ist darüber hinaus ein Wort aus dem Denken des autoritären Charakters, der andere Menschen immer nur als gelenkte und geleitete und nicht als selbständige und autonome denken kann. Die Antwort auf "fehlgeleitet" ist immer die rechte Lenkung und dementsprechend der Leiter, d.h. der Führer.
05 September 2008
04 September 2008
Religiöse Mathematik
Idea meldet heute, der erfolgreichste Film aller Zeiten sei der 1979 gestartete Jesus Film, den mehr als 6 Milliarden Menschen gesehen hätten. Mehr als 6 Milliarden Menschen? Das ist sauber recherchiert. Denn die Statistik, auf die idea verweist, zeigt die aktuelle Zahl der Weltbevölkerung an und nicht die Filmzuschauer. Zugleich räumt die zitierte Seite ein, dass 3 Milliarden Menschen noch nie etwas von Jesus gehört hätten. Also müssen 3 Milliarden Menschen nach der Idea-Logik den Film zwar besucht, Augen und Ohren dabei aber verschlossen haben. Ein wahres Wunder!
28 August 2008
Kirchenführer
"Führung ist zu lange im evangelischen Denken negativ besetzt gewesen und undurchsichtig behandelt worden. Dabei ist die Verantwortung für die Führung in der Kirche das zentralste und heikelste Thema des EKD-Reformprozesses. Diese Ansicht vertrat der Leiter der Abteilung „Verkündigung, Kirchliche Dienste und Werke“ im Kirchenamt der EKD, Oberkirchenrat Thies Gundlach (Hannover), auf einem Forum des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer (AEU) in der Evangelischen Akademie Arnoldshain (Schmitten/Taunus)." [Mehr ...]
Dazu kann man nur eines sagen:
21 August 2008
Interessensverlust
Ganz dramatisch sind die Veränderungen im kulturellen Bereich: "Rückläufig war auf dem Feld der Kultur besonders das Interesse an Literatur und klassischer Musik. Der Anteil derer, die gerne (auch) klassische Musik hören, ist innerhalb dieses Jahrzehnts in der Altersklasse unter 30 Jahren von 26 auf 15 Prozent gesunken. Der Musikgeschmack der Jüngeren sowie ihre Lektürepräferenz sind heute wesentlich fokussierter als vor einem Jahrzehnt und richten sich vor allem auf moderne Unterhaltungsmusik, englischen wie deutschsprachigen Rock und Pop."
Trauriges Fazit der Autorin: "Diese Veränderungen ergeben ein Muster: Fast alle Themen, die zum einen mit dem klassischen Bildungskanon und zum anderen mit der gesellschaftlichen Entwicklung verbunden sind, finden heute weniger Aufmerksamkeit, während Informationen, die unmittelbar auf den eigenen Alltag übertragen werden können und zur Optimierung von Beruf, Kaufentscheidungen und Privatleben dienlich sind, stabiles oder sogar größeres Interesse finden."
Der beigefügten Statistik ist zu entnehmen, dass das Interesse der 14-29-Jährigen an Kunst und Kultur in den letzten 10 Jahren um 34% zurück gegangen ist.
[Mehr...]
01 August 2008
Heft 54 von tà katoptrizómena ist erschienen!
Heft 54 des Magazins für Kunst | Kultur | Theologie | Ästhetik trägt den TitelReligiöse Räume
Es enthält folgende Beiträge:
EDITORIAL
VIEW
Erfahrungen ermöglichenZum Themenheft "Religiöse Räume"
Andreas Mertin / Jörg Mertin
Säkulare Spiritualität
Eine Matrix über innere und äußere Räume heute
Jörg Mertin
Raum-Lektüren
Suchbewegungen
Andreas Mertin
Der Raum des Ästhetischen
Über den künstlerischen Umgang mit Räumen
Karin Wendt
Paradise now
Paradiesklänge von Bach bis Berg
Harald Schroeter-Wittke
BEISPIELE
- Einladung zur Erfahrung
Die Kapelle von Susanne Tunn in Minden - Eine radikale Lösung.
Die Kapelle des Nichts von Thierry De Cordier - Nicht ohne Verletzungen
Die Kapelle von Günter Uecker im Deutschen Bundestag - Ein Raum für Religiöses
Die Mark-Rothko-Kapelle in Houston - Ein frühes Spät-Werk
Die Chapelle du Rosaire von Henri Matisse in Vence
RE-VIEW
daZWISCHENzeitCommunicare – Kunst und Kirche in Warburg
Harald Schroeter-Wittke
"Performance" des Evangeliums
Bericht über zwei aktuelle Bearbeitungen des Themas „Homiletik“
Christoph Fleischer
Die Vermittlung religiöser Kraft
Eine Rezension
Christoph Fleischer
POST
Interreligiöse GastfreundschaftOffene Angebote in Zürich
Andreas Mertin
10 Juli 2008
Wanderlust
In ihrem neuen Video "Wanderlust", produziert von Encyclopedia Pictura, entwirft die Künstlerin und Sängerin Björk eine fantastische Kosmogonie vom Anfang und Ende der Welt - und uns selbst. Beeindruckend.
08 Juli 2008
07 Juli 2008
Videoclips
Interessante Videoclips werden im Videoblog von Andreas Mertin kurz vorgestellt und können direkt im Blog betrachtet werden. Die Auswahl reicht von den frühen Anfängen des Genres (etwa Triumph von den Jackson 5) bis zu aktuellen Clips. Der Videoblog setzt damit die frühere Tradition des Magazins für Theologie und Ästhetik fort, auf kulturell interessantes Material aus der Populärkultur aufmerksam zu machen. Der Videolog findet sich hier.
21 Juni 2008
Kapelle von Susanne Tunn
Unter reger Beteiligung der Öffentlichkeit wurde am 20. Juni 2008 die von der Bildhauerin Susanne Tunn entworfene und realisierte Kapelle des Johannes Wesling Klinikums Minden eröffnet. Die Künstlerin hat den Raum gebildet aus 60 200 Jahre alten geschichteten Balken aus Kiefernholz, die nun eine begehbare Holzskulptur mit Sitzbänken bilden. Der als Altar dienende Stein aus Muschelkalkstein steht weitgehend in der Form, wie ihn der Steinbruch freigegeben hat. Susanne Tunn schließt in ihrer bildhauerischen Bearbeitung des Steins an frühere Steinarbeiten an: Komprimiertheit des Objekts, Gleichwertigkeit und skulpturaler Zusammenhang aller sechs Seiten, verborgenes, teils behutsam freigelegtes Innen.In seiner Festrede hob Jan Hoet, Direktor des Museums Marta in Herford, die herausragende Bedeutung des Projektes und seiner Realisation hervor. Im deutschen Raum kenne er kein anderes Projekt, das so gelungen sei wie die Arbeit von Susanne Tunn.
Zum Projekt erscheint im September ein Buch, das neben einem einführenden Text von Jan Hoet auch einen Essay zu "Kirche und Kunst" sowie eine Dokumentation des Projekts in Text, Zeichnung und Fotografie enthält. [Weitere Infos ..]
15 Juni 2008
The No Idea Country
Als Integrationsmedium zwischen Wort und Bild, zwischen Hoch- und Populärkultur, vor allem aber zwischen Komik und Ernst ist der Comic nicht nur eine besondere Kunst des Übergangs, sondern im doppelten Sinne des Wortes eine Kunst der Überführung. Ein spielerisches aber keineswegs harmloses Sampling abendländischer religiöser Sinnangebote findet sich in dem neuen Comic-Blog des Medienkünstlers Markus Kleine-Vehn."Bei 'Keine Ahnung Land' handelt es sich um eine Sammlung von miteinander verwobenen Geschichten und Skizzen. In diesen wird versucht den geistig-spirituellen und intellektuellen Hintergrund einer imaginären Gesellschaft zu ergründen."
01 Juni 2008
Heft 53 von tà katoptrizómena ist erschienen!
IntimitätEs enthält folgende Beiträge:
VIEW
Intimität des Abwesenden
- oder warum das Selbst nur leer und als lebendiges Verhältnis gedacht werden kann -
Frauke A. Kurbacher
Intimität als ethische Leistung
Die Bedeutung der Grenze für das Problem der Intimität
Marion Oechsler
Die intime Botschaft der Musik
Nietzsches Musizieren in drei Akten
Manos Perrakis
Die Hysterie der treulosen Gattin
Pathologische Intimität um 1900
Claudia Lieb
Stationen der Intimität in Rousseaus La Nouvelle Héloïse
Roland Galle
Intimität des Kleinseins
Robert Walsers Tagebuchroman Jakob von Gunten
Sebastian Schulze
Innen Räume
Reflexionen von Giotto di Bondone, Günter Fruhtrunk und Mark Manders
Karin Wendt
Die öffentliche Intimität des Todes
Künstlerische Grenzüberschreitungen
Andreas Mertin
Mut zur Intimität!
Fluchtversuch aus der gläsernen Welt
Felix von Boehm
RE: VIEW
Schmuck einer Tänzerin
Eine Annäherung
Sabine Runde
Ausgestellte Intimität
Zum Liebestod von Dorine und André Gorz
Tatjana Noemi Tömmel
Intimität der Oberfläche
Zu den Photographien von Ji Yeon Heo
Frauke A. Kurbacher
Wirtschaftsethik und Sozialethik
Die Optionen gleichen sich
Christoph Fleischer
POST
Ornament
Die Gegenaufklärung und der Kirchenbau
Andreas Mertin
Aufruf zur Denunziation?
Oder: Das ganz normale Böse
Andreas Mertin
28 Mai 2008
Der eigene Gott
"Eine Theologie des eigenen Gottes ... müßte diese Verbindung zwischen dem Wissen um das menschliche Selbst und dem Wissen um die Präsenz Gottes im eigenen Leben ebenso wie die Verbindung zwischen der Liebe des Anderen - des 'religiösen Anderen', des 'nationalen Anderen', des 'Nachbarn', des 'Feindes' - und der Liebe zu Gott und die Verbindung des hilflosen Selbst mit dem hilflosen eigenen Gott ins Zentrum stellen." (Ulrich Beck: Der eigene Gott)Ulrich Beck: Der eigene Gott: Friedensfähigkeit und Gewaltpotential der Religionen
Diskurs und gute Nachbarschaft
Dem ist wenig hinzuzufügen und aus diesen Gründen nehme ich seit frühester Jugend regelmäßig am Kirchentag teil.
Interessant allerdings die Reaktion der EKD: Pressesprecher Christof Vetter (Hannover) wies die Kritik zurück. Huber stehe für einen intensiven Diskurs mit den Muslimen. Zur guten Nachbarschaft gehöre es aber auch, deutlich auf Unterschiede hinzuweisen.
Können EKD-Vertreter inzwischen nicht mehr einen Satz sagen, ohne gleich Unsinn zu reden? Wollen wir das wirklich: Jedesmal, wenn wir den Nachbarn in unserer Straße begegnen, sie deutlich auf die Unterschiede zwischen ihnen und uns hinweisen, und zwar, weil das zur guten Nachbarschaft gehört? Das ist weder Kultur, noch hat es Stil, noch ist es praktiziertes Christentum. Es ist einfach unsäglich.
21 Mai 2008
migros museum für gegenwartskunst Zürich 1978–2008
Mit der Gründung des migros museum für gegenwartskunst 1996 im Zürcher Löwenbräu-Areal schuf das Migros-Kulturprozent eine Institution, die internationales Ansehen geniesst. Das migros museum für gegenwartskunst versteht sich als ein Zentrum aktueller Kunstproduktion. Der Begriff Gegenwartskunst impliziert die Einbindung in einen gesellschaftlichen Kontext und die Teilhabe an einem Prozess des Austauschs, der Produktion von Kunst.
Die Ankäufe für die Sammlung ergeben sich meist aus den Produktionen der Ausstellungen oder durch die direkte Zusammenarbeit mit den Künstlern. So konnten über die Jahrzehnte verschiedene, grosse installative Werke angekauft werden. Das migros museum für gegenwartskunst macht es möglich, konservatorisch aufwendige Installationen zu sammeln, die sonst wenig Chance hätten, erhalten zu bleiben. Über die Zeit von 30 Jahren (1978–2008) wurde der Kernbestand der Sammlung von ca. 450 Werken angelegt. Die Sammlungswerke sind im Museum nicht permanent zu sehen, vielmehr werden sie gemeinsam mit anderen zeitgenössischen Kunstpositionen im Rahmen von Ausstellungen gezeigt. Die Besucher erleben so die Sammlung im Kontext heutiger Kunstproduktion und entdecken ihre zahlreichen Facetten immer wieder aufs Neue.
Die aktuelle Ausstellung zeigt Sammlungswerke von:
Carl Andre – Art & Language – Atelier van Lieshout – John Baldessari – Lothar Baumgarten – Alighiero Boetti – Christine Borland – Olaf Breuning – Christoph Büchel – Heidi Bucher – Stefan Burger – Tom Burr – Jean-Marc Bustamante – Maurizio Cattelan – Marc Camille Chaimowicz – Spartacus Chetwynd – Marlene Dumas – Elmgreen & Dragset – Berta Fischer – Urs Fischer – Sylvie Fleury – Gabríela Fridriksdóttir – Douglas Gordon – San Keller – Sol LeWitt – Olivier Mosset – Juan Muñoz – Bruce Nauman – Olaf Nicolai – Cady Noland – Henrik Olesen – Giulio Paolini – David Renggli – Ugo Rondinone – Ed Ruscha – Robert Ryman – Jean-Frédéric Schnyder – Paul Thek – Rirkrit Tiravanija – Niele Toroni – Piotr Uklanski – Banks Violette – Philip Wiegard – Stephen Willats – Christopher Wool
Die Ausstellung wird kuratiert von Heike Munder und Markus Schinwald.
14 Mai 2008
Kurze Momente innerer Ruhe
Ingo Gerken, Kurze Momente innerer Ruhe, Gitte Weise Galerie Berlin, 16. Mai bis 28. Juni 2008
