31 Mai 2014

Heft 89 von tà katoptrizómena ist erschienen!

Es trägt den Titel

Exotheologie



EDITORIAL

VIEW

Theologischer Briefwechsel eines Laien: über die Versöhnung unsers Planeten und anderer Welten mit Gott durch Christum [1782]
Brief des Herausgebers - Text und Kommentar
Christian Weidemann

Starb Jesus auch für die Bewohner fremder Welten?
Christian Weidemann

Human Spaceflight and religion
From history to exotheology
Michael Waltemathe

Über das Wesen und den Nutzen exotheologischer Reflexionen
Benedikt Paul Göcke

Jesus, Ufos, Aliens
Eine Rezension
Andreas Losch

Hans Blumenbergs Reflexionen zur Exotheologie
Eine Notiz
Andreas Mertin

RE-VIEW

Technik und Religion
Eine Buchvorstellung
Andreas Mertin

Was ist Humanismus?
Eine Rezension
Horst Schwebel

Kirche und Religion als Staffage und Halt
Zu Alice Munros Erzählband ‚Liebes Leben‘
Hans-Jürgen Benedict

In aller Stille ausklingen lassen ...
Zur Interpretation von Passionsmusik zwischen Theologie, musikalischem Kommerz und bürgerlicher Religion
Wolfgang Vögele

Auferstehung - in Bildern von der Hoffnung über den Tod hinaus reden
Aus Anlass der Aufführung von Carl Philipp Emanuel Bachs Oratorium ‚Auferstehung und Himmelfahrt Jesu‘
Hans-Jürgen Benedict

Im Auge des Betrachters
Bemerkungen zur ART Karlsruhe 2014
Wolfgang Vögele

Klöster
Eine Buchvorstellung
Andreas Mertin

POST

Kolumba - oder: das Schweigen der Lämmer
Eine Glosse über die Unbildungswilligkeit des Kölner Katholizismus
Andreas Mertin

Tolerant
Eine christliche Tugend?
Hans-Jürgen Benedict

There could be: Heaven for everyone
Vorstellungen ausgewählter Videoclips XLII
Andreas Mertin

Notizen V
Ein Blogsurrogat
Andreas Mertin

20 April 2014

Frohe Ostern!

Das Magazin für Theologie und Ästhetik
wünscht allen ein frohes Osterfest!

01 April 2014

Heft 88 von tà katoptrizómena ist erschienen!

Es trägt den Titel

Paradigmen theologischen Denkens



EDITORIAL

VIEW

Paradigmen theologischen Denkens
Teil V: Grenzbestimmungen und Grenzüberschreitungen
Stefan Schütze

„Religiöse Ethik“ und „Ethische Religion“
Zur bleibenden Bedeutung von Kants moralphilosophischem Denken für den ethischen Diskurs der Gegenwart
Stefan Schütze

Mit Gott auf du und du
Die Rede von Gott in heutigen Predigten
Markus Beile

Gretchens Fragebögen
Gott und Religion in der Jugendforschung
Markus Mürle

Aspekte der Barmherzigkeit in der Religionsphilosophie
Zur ‚Trag‘-Weite eines ambivalenten Religionsbegriffs
Matthias Giesel

RE-VIEW

Neue Synagoge in Koblenz
Henner Herrmanns

Mater dolorosa auf der Couch
Bemerkungen zu Colm Tóibín: Marias Testament
Wolfgang Vögele

Lebenskunst, Gretchenfrage und ewiger Tee
Bemerkungen zu Rüdiger Safranskis Goethe-Biographie
Wolfgang Vögele

Eine Welt des Rechts und der Ordnung, eine Welt ohne Moral?
Wertediskurs und Bedeutungskonstitution in Pasolinis Salò (1975)
Konrad Paul / Hans J. Wulff

Die Negativzeichnung des Juden Moses Freudenstein in Wilhelm Raabes ‚Der Hungerpastor‘
Hans-Jürgen Benedict

Der Kaffee - ein protestantisches Getränk?
Vom Ernüchterer zum Genussmittel für alle
Hans-Jürgen Benedict

POST

Kurz und gut I
Vorstellungen ausgewählter Kurzfilme
Andreas Mertin

27 Februar 2014

Jan Hoet ist gestorben

Jan Hoet, einer der großen documenta-Leiter, ist am Donnerstag im Alter von 77 Jahren in Gent gestorben. Wer ihn je getroffen hat, weiß, wie charismatisch und faszinierend er die Sinnlichkeit der Kunst vermitteln konnte.

[Andreas Mertin, Jan Hoet, Jörg Mertin und Susanne Tunn im Gespräch)

31 Januar 2014

Heft 87 von tà katoptrizómena ist erschienen!

Es trägt den Titel

Resonanzen & Kompetenzen



EDITORIAL

VIEW

Resonanzen I
Ein Briefwechsel über Kunst, Kino und Verstehen
Jörg Herrmann / Andreas Mertin / Karin Wendt

Resonanzen II
Ein Briefwechsel über Religion und Theologie, Film, Sinn und Deutung
Jörg Herrmann / Werner Schneider-Quindeau

"...denn der Himmel war besetzt"
Materialien zu einer Praktischen Theologie des Schlagers
Harald Schroeter-Wittke

Auch der Schlager ist besetzt
Notizen zu einem prekären Verhältnis
Andreas Mertin

Kirche und Kunst
Zur Annäherung der kirchlichen Ausstellungspraxis an die Kulturwirtschaft
Andreas Mertin

RE-VIEW

Allein im All, zurück zur Erde
Gedanken zu dem Film Gravity
Hans-Jürgen Benedict

Lust am Untergang?
Apokalypse im Film
Inge Kirsner

Blasphemie im Film
Inge Kirsner

1914 – die Avantgarden im Kampf
Zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn
Hans-Jürgen Benedict

Der Dulder
Eine Rezension
Wolfgang Vögele

Lektüren XXVIII
Nachrichten vom Kometen
Andreas Mertin

Unter Beteiligung V
Kurzvorstellungen
Andreas Mertin

POST

Rätselwelten
Vorstellungen ausgewählter Videoclips XLI
Andreas Mertin

Notizen IV
Ein Blogsurrogat
Andreas Mertin

28 Januar 2014

Pete Seeger (1919-2014)

Sein Auftritt 2012 in New York, beeindruckend!



R.I.P.

10 Januar 2014

Akzeptanz sexueller Vielfalt

Aus Anlass der beschämenden Stellungnahme der Kirchen Baden-Württembergs gegen die Förderung der Akzeptanz sexueller Vielfalt sei an ein Video von Madonna erinnert, in dem sie an das Schicksal homosexueller Kinder erinnert, die sich aus Angst vor der Nichtakzeptanz ihren sexuellen Identität umgebracht haben.

05 Januar 2014

Epiphanias

Giotto, Anbetung durch die Weisen, 
1394-06, Fresko, 200x185 cm in der Cappella degli Scrovegni, Padua 
(mit Darstellung des Halleyschen Kometen)

23 Dezember 2013

18 Dezember 2013

Zur Aktualität von Lukas 18, 9-14

Gerade las ich im Leserforum der FAZ folgendes Statement eines traditionalistischen Katoliken zu den drohenden Veränderungen seiner Kirche: "Wer eine 'Kirche' will, in der Schwule vor den Traualtar treten, in denen Ehebrecher das Allerheiligste empfangen dürfen und in dem die Schafe bestimmen, in welche Auen sie vom Hirten (Pastor) geführt werden wollen, soll sich eine andere 'Kirche' suchen. Ich lasse mir jedenfalls nicht von irgendwelchen Dahergelaufenen meine Kirche weg nehmen! Weder von Schwulen, noch von Ehebrechern und auch nicht von Leuten, die abtreiben lassen oder künstliche Verhütungsmittel nehmen."

Das könnte einen glatt zu einer Neuformulierung Lukas 18, 9-14 führen:
"Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, dass sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in die Kirche, zu beten, einer ein Traditionalist, der andere ein Sünder. Der Traditionalist stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Sünder. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. Und der Sünder stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden."

01 Dezember 2013

Heft 86 von tà katoptrizómena ist erschienen!

Wozu geht der Theologe ins Kino?


EDITORIAL

VIEW

Animal Symbolicum, Religion, Kultur, Sinnmaschine
Vorläufige Thesen zum Erkenntniswert theologischer Kulturhermeneutik
Jörg Herrmann

Stop making sense!
Zur theologischen Interpretation des Kinos als Imaginationsraum und Affektmaschine (Thesen in polemischer Absicht)
Werner Schneider-Quindeau

Film ab - Predigt läuft
Ungeordnete Betrachtungen eines Kinogängers, der gelegentlich auf der Kanzel steht
Wolfgang Vögele

Warum gehe ich als Theologe ins Kino?
Eine Selbstanzeige
Harald Schroeter-Wittke

Der alte Theologe geht immer noch ins Kino
Zum theologischen Mehrwert der Kunst. In der Art eines Tagebuchs
Hans-Jürgen Benedict

Why do theologians go to the movies?
Andreas Kubik

Über den theologischen Erkenntniswert der Kultur
Stefan Schütze

Ästhetik und das Wesen des Christentums
Horst Schwebel

Wenn das Kino in die Kirche und die Religion ins Museum kommt
Beobachtungen
Andreas Mertin

RE-VIEW

'Wär ich allmächtig, sehen Sie, ich würde retten, retten.'
Georg Büchners Auseinandersetzung mit den biblischen Hoffnungen und der Gottesfrage
Hans-Jürgen Benedict

Religion der Immanenz
Eine Rezension
Stefan Schütze

POST

Let me entertain you
Show- und Pop-Geschichte(n)
Andreas Mertin

Hochkultur und Schlager
Reflexionen zwischen zwei Zitaten Bertolt Brechts
Andreas Mertin

Symbolismus
Vorstellungen ausgewählter Videoclips XL
Andreas Mertin

Notizen III
Ein Blogsurrogat
Andreas Mertin

19 Oktober 2013

Notiz zum Limburger Bischof

Aus der Legenda Aurea" über den Apostel Thomas:

Thomas der Apostel war zu Caesarea in der Stadt, da erschien ihm unser Herr und sprach: "Gundoforus der König von Indien hat seinen Schaffner Abbanes ausgesendet, daß er ihm suche den besten Baumeister. Darum steh auf, ich will dich zu ihm senden". Sprach Sanct Thomas "Herr, sende mich wohin du willst, allein nach Indien sende mich nicht". Da antwortete unser Herr und sprach "Thoma, geh und fürchte dich nicht, ich will dein Hüter sein; und wenn du die von Indien bekehrt hast, so sollst du zu mir kommen mit der Märtyrer Palme". Sprach Sanct Thomas "Du bist mein Herr, ich bin dein Knecht, dein Wille geschehe". Da nun der Schaffner des Königs auf dem Markte ging, sprach zu ihm unser Herr "Jüngling, was suchest du?" Er antwortete "Mein Herr hat mich gesandt, daß ich ihm suche die besten Meister der Baukunst, daß sie ihm einen Palast machen nach der Römer Weise". Da gab ihm unser Herr Sanct Thomam als einen großen Meister in der Kunst. Also stiegen sie miteinander zu Schiff und fuhren über Meer. ...

Hiernach kamen Abbanes und Sanct Thomas zu dem König von Indien; und Sanct Thomas zeichnete ihm einen herrlichen Palast, den er ihm bauen wollte; dazu gab ihm der König einen großen Schatz Goldes und fuhr in ein ander Land. In der Zeit teilte Sanct Thomas den Schatz unter die Armen, und zwei ganze Jahre, dieweil der König aus war, predigte er dem Volk und bekehrte unzählig viel Volks zum Christenglauben. Als der König wieder kam und vernahm, wie Thomas gelebt hatte mit seinem Gut, da warf er ihn samt Abbanes in den tiefsten Kerker und gedachte, wie er sich an ihnen räche, und wollte sie beide lebendig schinden und darnach mit Feuer verbrennen. Zu der Zeit starb Gad, des Königs Bruder; dem ward ein Grab mit großer Pracht bereitet. Aber am vierten Tage erstand der Tote; da erschraken und flohen alle, die gegenwärtig waren. Der tote Gad aber sprach zu seinem Bruder "Wisse, daß der Mensch, den du Willen hattest zu schinden und zu brennen, ist ein Freund Gottes, und dienen ihm alle Engel: die führten mich auch in das Paradies und zeigten mir einen Palast, der war wunderbarlich gewirkt von Gold und von Silber und von edelem Gestein; und da ich mich der Gezierde verwunderte, sprachen sie zu mir 'Dies ist der Palast, den Thomas deinem Bruder hat gemacht'. Da sprach ich 'Wollte Gott, daß ich Pförtner da möchte sein'. Sie antworteten 'Dein Bruder hat sich unwürdig gemacht dieser Wohnung, darum, begehrst du hierinnen zu wohnen, so wollen wir Gott für dich bitten, daß er dir das Leben wiedergebe, damit du deinem Bruder seinen Palast abkaufest und ihm das Geld wiedergebest, das er wähnet verloren zu haben'." Mit dem so lief Gad in den Kerker und bat Sanct Thomas, daß er seinem Bruder wolle verzeihen, und löste ihm seine Fesseln, und bat ihn, daß er ein köstlich Leid von ihm nähme. Aber Sanct Thomas sprach "Weißt du nicht, daß die nichts leibliches noch weltliches begehren, so Gewalt wollen haben in dem Himmel?" Als Sanct Thomas aus dem Kerker ging, lief ihm der König entgegen, warf sich ihm zu Füßen und bat um Gnade. Da sprach der Apostel "Gott hat euch sonderliche Gnade getan, daß er euch seine Heimlichkeit hat erzeigt. Darum glaubet an ihn und lasset euch taufen, damit ihr teilhaftig werdet des ewigen Reiches". Sprach zu ihm Gad, des Königs Bruder "Ich sah den Palast, den du meinem Bruder hast gebaut, und hab erworben, daß ich den kaufen dar". Antwortete Sanct Thomas "Das steht in deines Bruders Willen". Da sprach der König "Der Palast ist mein, und soll Sanct Thomas dir einen sonderen bauen, und mag er das nicht tun, so soll dieser Palast uns beiden gemeinsam sein." Der Apostel antwortete "Es sind unzählige Paläste in dem Himmel von Anbeginn der Welt bereit, die man kaufet mit dem Glauben und mit Almosen. Also mögen euch eure Schätze nütze sein, so sie vor euch her gehen zu den himmlischen Wohnungen; denn nachfolgen mögen sie euch nimmermehr".

01 Oktober 2013

Heft 85 von tà katoptrizómena ist erschienen!

VIEW

und versammelt folgende Texte:

EDITORIAL

Gegen fromm polierte Schnulzen
Ein Aufruf
Andreas Mertin


VIEW

Sättigung für Augenblicke
Filmische Bildinszenierungen und der Zusammenhang von Film, Zeit und Religion
Jörg Herrmann


Erlösung und Gerechtigkeit – allein in mir, allein im Hier
Religionskritisches und Medienreligiöses in den Filmen Clint Eastwoods
Harald Weiß


Die Aktualität von Dostojewskijs Großinquisitor
Hans-Jürgen Benedict


"Es lächelt der See, er ladet zum Bade"
Tagebuch einer Luzern-Reise
Hans Jürgen Benedict

RE-VIEW

Beuys – Eine Biographie
Eine kritische Auseinandersetzung
Marco A. Sorace


rähtselaft
Ein Projekt
Andreas Mertin


Hominum confusione et Dei providentia ...
Über den neuen Roman von Daniel Kehlmann
Wolfgang Vögele


„Die Kindheit Jesu“
Eine Literaturlesung von J.M. Coetzee
Hans-Jürgen Benedict


Fragen zur Bibel
Eine Rezension
Andreas Mertin


Lektüren
Auf dem Tisch der Redaktion
Andreas Mertin


Unter Beteiligung IV
Kurzvorstellungen
Andreas Mertin


POST

Kirchliche Kunstpreise
Ein Einwurf
Andreas Mertin


Ein Vierteljahrhundert
Vorstellungen ausgewählter Videoclips XXXIX
Andreas Mertin

20 September 2013

Relativer Lebensschutz

Ein so genannter katholischer Lebensschützer über die jüngsten Äußerungen des Papstes:

„Ich bete seit Jahren für den Papst. Jeden Tag. Ich habe für Johannes Paul II. gebetet. Ich habe für Benedikt XVI. gebetet. Und ich bete für Papst Franziskus und werde das auch weiterhin für ihn tun. Und ich werde ihn verteidigen, in allem was er wirklich Katholisches tut. Aber ich werde in Zukunft jeden Tag auch dafür beten, daß uns der allmächtige und dreieinige Gott bald einen neuen Papst schenken möge.“

Ganz so weit reicht der Lebensschutz dann offenbar doch nicht, um einem Menschen mit anderen Ansichten ein langes und gesundes Leben zu wünschen - nicht mal dem eigenen Papst.

16 September 2013

Propaganda

Man stelle sich das einmal kurz vor: Da versammeln sich Tausende in der Hauptstadt Berlin, um mit einem Marsch ihre Ideologie kundzutun. Und am Ende wollen sie nach ihrer Abschlusskundgebung noch einen Gottesdienst im Berliner Dom abhalten. Da kommen Ihnen Erinnerungen hoch? Ja, mir auch. Und als Berliner Domgemeinde würde ich es mir deshalb verbitten, derartig als Propagandamittel für die Feier irgendwelcher "Märsche" zu ideologischen Zwecken missbraucht zu werden.

Gott sei Dank hat die Berliner Domgemeinde auch so entschieden. Das hindert die abgewiesenen so genannten 'Lebensschützer' mit ihrem Marsch fürs Leben (um die handelt es sich im vorliegenden Falle), die schon mal gerne Abtreibung mit dem Holocaust in einen Konnex bringen, nicht daran, sich vehement über diese Absage zu echauffieren. Ausgerechnet auf dem katholischen Portal, das Protestanten auch schon mal als "Protestunten" denunziert, ihnen die Selbstbezeichnung als Kirche verweigert und einen vehementen Kampf gegen nahezu alle protestantischen Kirchenvertreter von Käßmann bis Schneider führt, wird nun geklagt, die Protestanten zeigten zu wenig ökumenischen Geist.

Es vergeht kein Tag, an dem nicht auf kath.net Protestanten geschmäht werden und z.B. in den Kommentaren wie im aktuellen Fall als Werkzeuge des Satans bezeichnet werden. Sicher, so schlimm wie andere katholische Portale, auf denen Martin Luther schon mal gerne als "Schwein in der Hölle" bezeichnet wird, ist es bei kath.net noch nicht. Aber die Sprache der Kommentatoren spricht Bände. Hier wird ständig die Ökumene der Praxis, die sich landauf, landab in den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden durchgesetzt hat, mit Füßen getreten.

Die protestierenden Lebensschützer wollen gar keine Ökumene, denn dann müssten sie sich ja fragen, was denn die Theologie der Domgemeinde in dieser Frage ist. Sie wollen einen Agitationsort für ihre religionspolitische Propaganda, die nur Schwarz oder Weiß kennt. Und den sollte man ihnen mit guten Gründen verweigern.

15 September 2013

Dialogbereitschaft und Inquisition

'Dialog' ist kein Selbstzweck, sondern hat nur einen Sinn, wenn er ein klares Ziel hat. Das 'einzige Ziel' eines 'Dialogs' der Katholiken mit Ungläubigen kann nur deren Bekehrung sein. Alles andere führt ins Nichts und ist daher sinnlos.

Aus einem traditionalistischen Blog.

07 August 2013

Der sakrale Schmuck der Kirchen

Zitat des Tages von Kurt Marti: "Der 'sakrale' Schmuck der Kirchen sind deshalb die Menschen, die sich in ihr versammeln. Die Zierde der Kirchen sind - nach dem Maßstab Jesu — vor allem Diskriminierte wie Strafentlassene, Langhaarige, Einsame, Asoziale, Witwen, Arme, Homosexuelle usw. Einer Kirche, der gerade diese Diskriminierten fernbleiben, ist mit aller Kunst nicht zu helfen." (1970)

Marti, Kurt (1976): Plädoyer für die Entsakralisierung der kirchlichen Kunst (1970). In: Kurt Marti (Hg.): Grenzverkehr. Ein Christ im Umgang mit Kultur, Literatur u. Kunst. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag d. Erziehungsvereins, S. 185–189, hier 186.

31 Juli 2013

Heft 84 von tà katoptrizómena ist erschienen!

Paradigmen theologischen Denkens II

und versammelt folgende Texte:
EDITORIAL

VIEW

Paradigmen theologischen Denkens - Auf der Suche nach einem für mich heute tragfähigen und sagfähigen Glauben
Teil IV: Weitere Verhältnisbestimmungen und Grenzziehungen
Stefan Schütze
  1. Einleitung: Theologie als stetiges Weiterfragen und Weiterdenken
  2. Komplextheologisches Denken und Dorothee Sölles mystische Schriften
  3. Komplextheologisches Denken und David H. Nikkels Theologie des "radical embodiment"
  4. Komplextheologisches Denken und die "postmodernen" theologischen Phänomenologien des Exzesses
  5. Komplextheologisches Denken und verschiedene "Entwicklungsmodelle" des "Gottesbewusstseins"
  6. Komplextheologisches Denken und Thomas J. J. Altizers Theologie des "Todes Gottes"
  7. Abschluss
  8. Postskript: Zwei Nachträge
  9. Literaturverzeichnis

Bruch-Stücke "trag- und sagfähigen Glaubens"
Oder der Schrei über den "garstig breiten Graben"
Matthias Giesel

RE-VIEW

Netzwerk
Hanna und Paul Gräb und das Verhältnis von Kunst und Kirche
Andreas Mertin

Auschwitz-Oper
Über Mieczyslaw Weinbergs Oper "Die Passagierin“
Wolfgang Vögele

Denken im Taubenschlag
Eine Medienanalyse
Andreas Mertin

"Ich will euch anerkennen bis ins Alter".
100 Alte als Altarbild und die Sakralität der Person im Pro und Contra
Hans-Jürgen Benedict

Das Kreuz mit dem Kreuz
Ein Buch zur visuellen Kommunikation der Kreuzestheologie
Andreas Mertin

Unter Beteiligung III
Kurzhinweise
Andreas Mertin

POST

Notizen II
Ein Blogsurrogat
Andreas Mertin

Spiegelungen
Vorstellungen ausgewählter Videoclips XXXVIII
Andreas Mertin

20 Juli 2013

Kunst und Religion

Zitat des Tages von Bazon Brock: "Nachdem der Kunstmarkt die Kunstkritik endgültig übernommen hat, retten sich marktlose Künstler scharenweise in die Arme von Kultur und Religion. Damit geht die Prognose vom Ende der Kunst in Erfüllung. 600 Jahre Kampf um die Autonomie der Kunst werden unter den Abermilliarden Dollar begraben, mit denen die Herren der Finanzwelt sogar den lieben Gott zu bestechen versuchten. Geld macht Glauben an den Wert der Kunst - Glauben macht Kunst zu Kultur."