10 Juli 2008
Wanderlust
In ihrem neuen Video "Wanderlust", produziert von Encyclopedia Pictura, entwirft die Künstlerin und Sängerin Björk eine fantastische Kosmogonie vom Anfang und Ende der Welt - und uns selbst. Beeindruckend.
08 Juli 2008
07 Juli 2008
Videoclips
Interessante Videoclips werden im Videoblog von Andreas Mertin kurz vorgestellt und können direkt im Blog betrachtet werden. Die Auswahl reicht von den frühen Anfängen des Genres (etwa Triumph von den Jackson 5) bis zu aktuellen Clips. Der Videoblog setzt damit die frühere Tradition des Magazins für Theologie und Ästhetik fort, auf kulturell interessantes Material aus der Populärkultur aufmerksam zu machen. Der Videolog findet sich hier.
21 Juni 2008
Kapelle von Susanne Tunn
Unter reger Beteiligung der Öffentlichkeit wurde am 20. Juni 2008 die von der Bildhauerin Susanne Tunn entworfene und realisierte Kapelle des Johannes Wesling Klinikums Minden eröffnet. Die Künstlerin hat den Raum gebildet aus 60 200 Jahre alten geschichteten Balken aus Kiefernholz, die nun eine begehbare Holzskulptur mit Sitzbänken bilden. Der als Altar dienende Stein aus Muschelkalkstein steht weitgehend in der Form, wie ihn der Steinbruch freigegeben hat. Susanne Tunn schließt in ihrer bildhauerischen Bearbeitung des Steins an frühere Steinarbeiten an: Komprimiertheit des Objekts, Gleichwertigkeit und skulpturaler Zusammenhang aller sechs Seiten, verborgenes, teils behutsam freigelegtes Innen.In seiner Festrede hob Jan Hoet, Direktor des Museums Marta in Herford, die herausragende Bedeutung des Projektes und seiner Realisation hervor. Im deutschen Raum kenne er kein anderes Projekt, das so gelungen sei wie die Arbeit von Susanne Tunn.
Zum Projekt erscheint im September ein Buch, das neben einem einführenden Text von Jan Hoet auch einen Essay zu "Kirche und Kunst" sowie eine Dokumentation des Projekts in Text, Zeichnung und Fotografie enthält. [Weitere Infos ..]
15 Juni 2008
The No Idea Country
Als Integrationsmedium zwischen Wort und Bild, zwischen Hoch- und Populärkultur, vor allem aber zwischen Komik und Ernst ist der Comic nicht nur eine besondere Kunst des Übergangs, sondern im doppelten Sinne des Wortes eine Kunst der Überführung. Ein spielerisches aber keineswegs harmloses Sampling abendländischer religiöser Sinnangebote findet sich in dem neuen Comic-Blog des Medienkünstlers Markus Kleine-Vehn."Bei 'Keine Ahnung Land' handelt es sich um eine Sammlung von miteinander verwobenen Geschichten und Skizzen. In diesen wird versucht den geistig-spirituellen und intellektuellen Hintergrund einer imaginären Gesellschaft zu ergründen."
01 Juni 2008
Heft 53 von tà katoptrizómena ist erschienen!
Es enthält folgende Beiträge:
VIEW
Intimität des Abwesenden
- oder warum das Selbst nur leer und als lebendiges Verhältnis gedacht werden kann -
Frauke A. Kurbacher
Intimität als ethische Leistung
Die Bedeutung der Grenze für das Problem der Intimität
Marion Oechsler
Die intime Botschaft der Musik
Nietzsches Musizieren in drei Akten
Manos Perrakis
Die Hysterie der treulosen Gattin
Pathologische Intimität um 1900
Claudia Lieb
Stationen der Intimität in Rousseaus La Nouvelle Héloïse
Roland Galle
Intimität des Kleinseins
Robert Walsers Tagebuchroman Jakob von Gunten
Sebastian Schulze
Innen Räume
Reflexionen von Giotto di Bondone, Günter Fruhtrunk und Mark Manders
Karin Wendt
Die öffentliche Intimität des Todes
Künstlerische Grenzüberschreitungen
Andreas Mertin
Mut zur Intimität!
Fluchtversuch aus der gläsernen Welt
Felix von Boehm
RE: VIEW
Schmuck einer Tänzerin
Eine Annäherung
Sabine Runde
Ausgestellte Intimität
Zum Liebestod von Dorine und André Gorz
Tatjana Noemi Tömmel
Intimität der Oberfläche
Zu den Photographien von Ji Yeon Heo
Frauke A. Kurbacher
Wirtschaftsethik und Sozialethik
Die Optionen gleichen sich
Christoph Fleischer
POST
Ornament
Die Gegenaufklärung und der Kirchenbau
Andreas Mertin
Aufruf zur Denunziation?
Oder: Das ganz normale Böse
Andreas Mertin
28 Mai 2008
Der eigene Gott
"Eine Theologie des eigenen Gottes ... müßte diese Verbindung zwischen dem Wissen um das menschliche Selbst und dem Wissen um die Präsenz Gottes im eigenen Leben ebenso wie die Verbindung zwischen der Liebe des Anderen - des 'religiösen Anderen', des 'nationalen Anderen', des 'Nachbarn', des 'Feindes' - und der Liebe zu Gott und die Verbindung des hilflosen Selbst mit dem hilflosen eigenen Gott ins Zentrum stellen." (Ulrich Beck: Der eigene Gott)Ulrich Beck: Der eigene Gott: Friedensfähigkeit und Gewaltpotential der Religionen
Diskurs und gute Nachbarschaft
Dem ist wenig hinzuzufügen und aus diesen Gründen nehme ich seit frühester Jugend regelmäßig am Kirchentag teil.
Interessant allerdings die Reaktion der EKD: Pressesprecher Christof Vetter (Hannover) wies die Kritik zurück. Huber stehe für einen intensiven Diskurs mit den Muslimen. Zur guten Nachbarschaft gehöre es aber auch, deutlich auf Unterschiede hinzuweisen.
Können EKD-Vertreter inzwischen nicht mehr einen Satz sagen, ohne gleich Unsinn zu reden? Wollen wir das wirklich: Jedesmal, wenn wir den Nachbarn in unserer Straße begegnen, sie deutlich auf die Unterschiede zwischen ihnen und uns hinweisen, und zwar, weil das zur guten Nachbarschaft gehört? Das ist weder Kultur, noch hat es Stil, noch ist es praktiziertes Christentum. Es ist einfach unsäglich.
21 Mai 2008
migros museum für gegenwartskunst Zürich 1978–2008
Mit der Gründung des migros museum für gegenwartskunst 1996 im Zürcher Löwenbräu-Areal schuf das Migros-Kulturprozent eine Institution, die internationales Ansehen geniesst. Das migros museum für gegenwartskunst versteht sich als ein Zentrum aktueller Kunstproduktion. Der Begriff Gegenwartskunst impliziert die Einbindung in einen gesellschaftlichen Kontext und die Teilhabe an einem Prozess des Austauschs, der Produktion von Kunst.
Die Ankäufe für die Sammlung ergeben sich meist aus den Produktionen der Ausstellungen oder durch die direkte Zusammenarbeit mit den Künstlern. So konnten über die Jahrzehnte verschiedene, grosse installative Werke angekauft werden. Das migros museum für gegenwartskunst macht es möglich, konservatorisch aufwendige Installationen zu sammeln, die sonst wenig Chance hätten, erhalten zu bleiben. Über die Zeit von 30 Jahren (1978–2008) wurde der Kernbestand der Sammlung von ca. 450 Werken angelegt. Die Sammlungswerke sind im Museum nicht permanent zu sehen, vielmehr werden sie gemeinsam mit anderen zeitgenössischen Kunstpositionen im Rahmen von Ausstellungen gezeigt. Die Besucher erleben so die Sammlung im Kontext heutiger Kunstproduktion und entdecken ihre zahlreichen Facetten immer wieder aufs Neue.
Die aktuelle Ausstellung zeigt Sammlungswerke von:
Carl Andre – Art & Language – Atelier van Lieshout – John Baldessari – Lothar Baumgarten – Alighiero Boetti – Christine Borland – Olaf Breuning – Christoph Büchel – Heidi Bucher – Stefan Burger – Tom Burr – Jean-Marc Bustamante – Maurizio Cattelan – Marc Camille Chaimowicz – Spartacus Chetwynd – Marlene Dumas – Elmgreen & Dragset – Berta Fischer – Urs Fischer – Sylvie Fleury – Gabríela Fridriksdóttir – Douglas Gordon – San Keller – Sol LeWitt – Olivier Mosset – Juan Muñoz – Bruce Nauman – Olaf Nicolai – Cady Noland – Henrik Olesen – Giulio Paolini – David Renggli – Ugo Rondinone – Ed Ruscha – Robert Ryman – Jean-Frédéric Schnyder – Paul Thek – Rirkrit Tiravanija – Niele Toroni – Piotr Uklanski – Banks Violette – Philip Wiegard – Stephen Willats – Christopher Wool
Die Ausstellung wird kuratiert von Heike Munder und Markus Schinwald.
14 Mai 2008
Kurze Momente innerer Ruhe
Ingo Gerken, Kurze Momente innerer Ruhe, Gitte Weise Galerie Berlin, 16. Mai bis 28. Juni 2008
13 Mai 2008
Robert Rauschenberg gestorben
Zentrale Fragen der Arbeiten von Rauschenberg waren: "Wie wird etwas von wem wahrgenommen? Was ist Erinnerung und was Zeit, was ist ein Bild und was ein Objekt? Wie verhalten sich Produktion und Rezeption? Rauschenbergs Hauptthema ist die Kommunikation und die Wahrnehmung. Auch interessiert ihn das erkenntnistheoretische Problem – die Frage, wie sich Kontinuität und Wandel zueinander verhalten." (wikipedia)
07 Mai 2008
Nicolaus Schafhausen erneut deutscher Kurator in Venedig
06 Mai 2008
Go for it!
Das Museum schreibt dazu: Thomas Olbricht sammelt Gegenwartskunst aus Überzeugung und Leidenschaft. Schon seit längerer Zeit ist er mit der Weserburg durch wechselnde Leihgaben verbunden und 2001 wurde hier die überregional beachtete Ausstellung „Ohne Zögern, die Sammlung Olbricht, Teil 2“ gezeigt. Inzwischen gehört die Olbricht Collection mit ihren etwa 1500 internationalen Werken zu den renommiertesten Sammlungen zeitgenössischer Kunst überhaupt. Der Essener Arzt und Naturwissenschaftler sammelt zudem gern jenseits des Mainstreams und fokussiert sein Interesse immer wieder auf ganz junge Kunst, welche übrigens zu über 50% von Künstlerinnen stammt. Besonders sein Blick auf die Themen Körper, Tod, Religion, Sexualität, sein Interesse an der Schönheit, aber auch Verletzlichkeit des menschlichen Leibes macht die Sammlung unverwechselbar und in mancherlei Hinsicht sehr provokant.
Die Eröffnung ist am Freitag, 9. Mai 2008, 19 Uhr
Weitere Infos
24 April 2008
Reaktionen
Das Magazin für Kunst, Kultur, Theologie und Ästhetik wird sich im nächsten Heft u.a. mit der öffentlichen Intimität des Todes und den notwendigen künstlerischen Grenzüberschreitungen auseinandersetzen.
17 April 2008
Ästhetik des Anthropomorphen
"Prozesse der Anthropomorphisierung oder Vermenschlichung und, im Gegensatz dazu, jene der Entmenschlichung oder Verdinglichung durchdringen die kulturellen Praktiken, die Künste und ihre Theorien seit der Antike. Sie bedingen immer auch Dynamiken der Verwandlung, die sowohl die Ordnung zwischen Mensch und Ding (Pflanzen, Stoffen, Maschinen) als auch die zwischen Mensch und Tier verändern. Sie sind Gegenstand von Projektionen, Ängsten und Wünschen, die sich an der wahrnehmbaren Oberfläche bildhaft veräusserlichen und die Grenzen des Menschlichen ins Wanken bringen. [...] Bilder werden zu Worten und umgekehrt, diese verwandeln sich in Räume und Materien, woraus wiederum Welten einer anderen Dimension entstehen. Unabhängig vom Medium, in dem sie in Erscheinung treten, bleiben sie jedoch immer an das Körperliche gebunden und lassen weder die Beziehung des Menschen zu sich selbst noch die ‚Ordnung’ der Geschlechter unangetastet."Am 19. April 2008 findet an der Universität Zürich die Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Semiotik zum Thema der "Ästhetik des Anthropomorphen" statt.
Das Tagungsprogramm
15 April 2008
Daniel Birnbaum ist der Kurator der 53. Biennale Venedig
Daniel Birnbaum ist der Kurator der 53. Internationalen Kunstausstellung der Biennale Venedig, die von Juni bis November 2009 stattfindet.
Der Vorstand der Fondazione La Biennale di Venezia unter dem Vorsitz von Paolo Baratta ernannte Birnbaum am 7. April 2008 zum Direktor des Bereichs Visuelle Künste und übertrug ihm damit die Verantwortung für die künstlerische Leitung der 53. Biennale von Venedig.
Daniel Birnbaum wurde 1963 in Stockholm, Schweden, geboren. Seit 2001 ist er Rektor der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt/Main und Direktor der dortigen Ausstellungshalle Portikus.01 April 2008
Heft 52 von tà katoptrizómena ist erschienen!
Heft 52 des Magazins für Kunst | Kultur | Theologie | Ästhetik trägt den TitelFilm-Lektüren
Es enthält folgende Beiträge
VIEW
Das Lebens ist kurz
Religionshermeneutische Überlegungen zum Gegenwartskino
Jörg Herrmann
Locked-In
Schmetterling und Taucherglocke
Hans J. Wulff
Die Verseifenoperung des Fernsehkrimis
Von der Verschiebung einer politischen zu einer privaten Ethik
Hans J. Wulff
Sterben in den Zeiten des Neoliberalismus
Bemerkungen zu Rob Reiners sentimentaler Screwball-Komödie The Bucket List
Hans J. Wulff
Cinema Paradiso
Ein-Blick
Karsten Visario
Die Aura des Göttlichen
Religionen im Film
Jörg Herrmann
Schwarze Romantik
FITNA - Der Film von Geert Wilders
Andreas Mertin
RE: VIEW
Der Geist Gottes swingte über den Wassern
Unerhörte Bestimmungen zwischen Musik und Religion
Harald Schroeter-Wittke
Ereignis der Abstraktion
Bilder von Hans Steinbrenner
Karin Wendt
Die Wahrheit der Kunst
Künstler fragen nach dem Ort der Lüge
Karin Wendt
Trauerräume
Eine Rezension
Jörg Mertin
POST
Re-Lektüre: Belphegor
Oder das Geheimnis des Louvre
Andreas Mertin
Bilderstreit
Ein Déjà-vu
Andreas Mertin
27 März 2008
Tateshots
In der Rubrik Tateshots zeigen die Internetseiten von Tate Online Kurzfilme aus dem Bereich moderner und zeitgenössischer Kunst. Die jüngste Ausgabe enthält u.a. eine Performance von Anthony McCall."This film captures a recent presentation of Anthony McCall's ground-breaking 1973 work, Line Describing a Cone. Testing the boundaries between cinema and sculpture, the work takes the form of a projected white dot that slowly grows to fill the dark space with a cone of light, immersing audience members in its field, to mesmerising effect." Eine faszinierende Studie.
