31 Juli 2014
08 Juni 2014
31 Mai 2014
Heft 89 von tà katoptrizómena ist erschienen!
Es trägt den Titel
Exotheologie
EDITORIAL
VIEW
TBrief des Herausgebers - Text und Kommentar
Christian Weidemann
Starb Jesus auch für die Bewohner fremder Welten?
Christian Weidemann
Human Spaceflight and religion
From history to exotheology
Michael Waltemathe
Über das Wesen und den Nutzen exotheologischer Reflexionen
Benedikt Paul Göcke
Jesus, Ufos, Aliens
Eine Rezension
Andreas Losch
Hans Blumenbergs Reflexionen zur Exotheologie
Eine Notiz
Andreas Mertin
RE-VIEW
Technik und ReligionEine Buchvorstellung
Andreas Mertin
Was ist Humanismus?
Eine Rezension
Horst Schwebel
Kirche und Religion als Staffage und Halt
Zu Alice Munros Erzählband ‚Liebes Leben‘
Hans-Jürgen Benedict
In aller Stille ausklingen lassen ...
Zur Interpretation von Passionsmusik zwischen Theologie, musikalischem Kommerz und bürgerlicher Religion
Wolfgang Vögele
Auferstehung - in Bildern von der Hoffnung über den Tod hinaus reden
Aus Anlass der Aufführung von Carl Philipp Emanuel Bachs Oratorium ‚Auferstehung und Himmelfahrt Jesu‘
Hans-Jürgen Benedict
Im Auge des Betrachters
Bemerkungen zur ART Karlsruhe 2014
Wolfgang Vögele
Klöster
Eine Buchvorstellung
Andreas Mertin
POST
Kolumba - oder: das Schweigen der LämmerEine Glosse über die Unbildungswilligkeit des Kölner Katholizismus
Andreas Mertin
Tolerant
Eine christliche Tugend?
Hans-Jürgen Benedict
There could be: Heaven for everyone
Vorstellungen ausgewählter Videoclips XLII
Andreas Mertin
Notizen V
Ein Blogsurrogat
Andreas Mertin
Label:
Theomag
20 April 2014
01 April 2014
Heft 88 von tà katoptrizómena ist erschienen!
Es trägt den Titel
Paradigmen theologischen Denkens
EDITORIAL
VIEW
Paradigmen theologischen DenkensTeil V: Grenzbestimmungen und Grenzüberschreitungen
Stefan Schütze
„Religiöse Ethik“ und „Ethische Religion“
Zur bleibenden Bedeutung von Kants moralphilosophischem Denken für den ethischen Diskurs der Gegenwart
Stefan Schütze
Mit Gott auf du und du
Die Rede von Gott in heutigen Predigten
Markus Beile
Gretchens Fragebögen
Gott und Religion in der Jugendforschung
Markus Mürle
Aspekte der Barmherzigkeit in der Religionsphilosophie
Zur ‚Trag‘-Weite eines ambivalenten Religionsbegriffs
Matthias Giesel
RE-VIEW
Neue Synagoge in KoblenzHenner Herrmanns
Mater dolorosa auf der Couch
Bemerkungen zu Colm Tóibín: Marias Testament
Wolfgang Vögele
Lebenskunst, Gretchenfrage und ewiger Tee
Bemerkungen zu Rüdiger Safranskis Goethe-Biographie
Wolfgang Vögele
Eine Welt des Rechts und der Ordnung, eine Welt ohne Moral?
Wertediskurs und Bedeutungskonstitution in Pasolinis Salò (1975)
Konrad Paul / Hans J. Wulff
Die Negativzeichnung des Juden Moses Freudenstein in Wilhelm Raabes ‚Der Hungerpastor‘
Hans-Jürgen Benedict
Der Kaffee - ein protestantisches Getränk?
Vom Ernüchterer zum Genussmittel für alle
Hans-Jürgen Benedict
POST
Kurz und gut IVorstellungen ausgewählter Kurzfilme
Andreas Mertin
Label:
Theomag
27 Februar 2014
Jan Hoet ist gestorben
Jan Hoet, einer der großen documenta-Leiter, ist am Donnerstag im Alter von 77 Jahren in Gent gestorben. Wer ihn je getroffen hat, weiß, wie charismatisch und faszinierend er die Sinnlichkeit der Kunst vermitteln konnte.
Label:
Personalia
31 Januar 2014
Heft 87 von tà katoptrizómena ist erschienen!
Es trägt den Titel
Resonanzen & Kompetenzen
EDITORIAL
VIEW
Resonanzen IEin Briefwechsel über Kunst, Kino und Verstehen
Jörg Herrmann / Andreas Mertin / Karin Wendt
Resonanzen II
Ein Briefwechsel über Religion und Theologie, Film, Sinn und Deutung
Jörg Herrmann / Werner Schneider-Quindeau
"...denn der Himmel war besetzt"
Materialien zu einer Praktischen Theologie des Schlagers
Harald Schroeter-Wittke
Auch der Schlager ist besetzt
Notizen zu einem prekären Verhältnis
Andreas Mertin
Kirche und Kunst
Zur Annäherung der kirchlichen Ausstellungspraxis an die Kulturwirtschaft
Andreas Mertin
RE-VIEW
Allein im All, zurück zur ErdeGedanken zu dem Film Gravity
Hans-Jürgen Benedict
Lust am Untergang?
Apokalypse im Film
Inge Kirsner
Blasphemie im Film
Inge Kirsner
1914 – die Avantgarden im Kampf
Zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn
Hans-Jürgen Benedict
Der Dulder
Eine Rezension
Wolfgang Vögele
Lektüren XXVIII
Nachrichten vom Kometen
Andreas Mertin
Unter Beteiligung V
Kurzvorstellungen
Andreas Mertin
POST
RätselweltenVorstellungen ausgewählter Videoclips XLI
Andreas Mertin
Notizen IV
Ein Blogsurrogat
Andreas Mertin
Label:
Theomag
28 Januar 2014
10 Januar 2014
Akzeptanz sexueller Vielfalt
Aus Anlass der beschämenden Stellungnahme der Kirchen Baden-Württembergs gegen die Förderung der Akzeptanz sexueller Vielfalt sei an ein Video von Madonna erinnert, in dem sie an das Schicksal homosexueller Kinder erinnert, die sich aus Angst vor der Nichtakzeptanz ihren sexuellen Identität umgebracht haben.
Label:
Ansicht,
Gesellschaft,
Kritik,
Religion
05 Januar 2014
Epiphanias
Giotto, Anbetung durch die Weisen,
1394-06, Fresko, 200x185 cm in der Cappella degli Scrovegni, Padua
(mit Darstellung des Halleyschen Kometen)
23 Dezember 2013
18 Dezember 2013
Zur Aktualität von Lukas 18, 9-14
Gerade las ich im Leserforum der FAZ folgendes Statement eines traditionalistischen Katoliken zu den drohenden Veränderungen seiner Kirche: "Wer eine 'Kirche' will, in der Schwule vor den Traualtar treten, in denen Ehebrecher das Allerheiligste empfangen dürfen und in dem die Schafe bestimmen, in welche Auen sie vom Hirten (Pastor) geführt werden wollen, soll sich eine andere 'Kirche' suchen. Ich lasse mir jedenfalls nicht von irgendwelchen Dahergelaufenen meine Kirche weg nehmen! Weder von Schwulen, noch von Ehebrechern und auch nicht von Leuten, die abtreiben lassen oder künstliche Verhütungsmittel nehmen."
Das könnte einen glatt zu einer Neuformulierung Lukas 18, 9-14 führen:
"Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, dass sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in die Kirche, zu beten, einer ein Traditionalist, der andere ein Sünder. Der Traditionalist stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Sünder. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. Und der Sünder stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden."
Das könnte einen glatt zu einer Neuformulierung Lukas 18, 9-14 führen:
"Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, dass sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in die Kirche, zu beten, einer ein Traditionalist, der andere ein Sünder. Der Traditionalist stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Sünder. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. Und der Sünder stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden."
Label:
Ansicht,
Gesellschaft,
Religion
01 Dezember 2013
Heft 86 von tà katoptrizómena ist erschienen!
Heft 86 des Magazins für Kunst | Kultur | Theologie | Ästhetik
trägt den TitelWozu geht der Theologe ins Kino?
EDITORIAL
VIEW
Animal Symbolicum, Religion, Kultur, SinnmaschineVorläufige Thesen zum Erkenntniswert theologischer Kulturhermeneutik
Jörg Herrmann
Stop making sense!
Zur theologischen Interpretation des Kinos als Imaginationsraum und Affektmaschine (Thesen in polemischer Absicht)
Werner Schneider-Quindeau
Film ab - Predigt läuft
Ungeordnete Betrachtungen eines Kinogängers, der gelegentlich auf der Kanzel steht
Wolfgang Vögele
Warum gehe ich als Theologe ins Kino?
Eine Selbstanzeige
Harald Schroeter-Wittke
Der alte Theologe geht immer noch ins Kino
Zum theologischen Mehrwert der Kunst. In der Art eines Tagebuchs
Hans-Jürgen Benedict
Why do theologians go to the movies?
Andreas Kubik
Über den theologischen Erkenntniswert der Kultur
Stefan Schütze
Ästhetik und das Wesen des Christentums
Horst Schwebel
Wenn das Kino in die Kirche und die Religion ins Museum kommt
Beobachtungen
Andreas Mertin
RE-VIEW
'Wär ich allmächtig, sehen Sie, ich würde retten, retten.'Georg Büchners Auseinandersetzung mit den biblischen Hoffnungen und der Gottesfrage
Hans-Jürgen Benedict
Religion der Immanenz
Eine Rezension
Stefan Schütze
POST
Let me entertain youShow- und Pop-Geschichte(n)
Andreas Mertin
Hochkultur und Schlager
Reflexionen zwischen zwei Zitaten Bertolt Brechts
Andreas Mertin
Symbolismus
Vorstellungen ausgewählter Videoclips XL
Andreas Mertin
Notizen III
Ein Blogsurrogat
Andreas Mertin
Label:
Theomag
19 Oktober 2013
Notiz zum Limburger Bischof
Aus der Legenda Aurea" über den Apostel Thomas:
Thomas der Apostel war zu Caesarea in der Stadt, da erschien ihm unser Herr und sprach: "Gundoforus der König von Indien hat seinen Schaffner Abbanes ausgesendet, daß er ihm suche den besten Baumeister. Darum steh auf, ich will dich zu ihm senden". Sprach Sanct Thomas "Herr, sende mich wohin du willst, allein nach Indien sende mich nicht". Da antwortete unser Herr und sprach "Thoma, geh und fürchte dich nicht, ich will dein Hüter sein; und wenn du die von Indien bekehrt hast, so sollst du zu mir kommen mit der Märtyrer Palme". Sprach Sanct Thomas "Du bist mein Herr, ich bin dein Knecht, dein Wille geschehe". Da nun der Schaffner des Königs auf dem Markte ging, sprach zu ihm unser Herr "Jüngling, was suchest du?" Er antwortete "Mein Herr hat mich gesandt, daß ich ihm suche die besten Meister der Baukunst, daß sie ihm einen Palast machen nach der Römer Weise". Da gab ihm unser Herr Sanct Thomam als einen großen Meister in der Kunst. Also stiegen sie miteinander zu Schiff und fuhren über Meer. ...
Hiernach kamen Abbanes und Sanct Thomas zu dem König von Indien; und Sanct Thomas zeichnete ihm einen herrlichen Palast, den er ihm bauen wollte; dazu gab ihm der König einen großen Schatz Goldes und fuhr in ein ander Land. In der Zeit teilte Sanct Thomas den Schatz unter die Armen, und zwei ganze Jahre, dieweil der König aus war, predigte er dem Volk und bekehrte unzählig viel Volks zum Christenglauben. Als der König wieder kam und vernahm, wie Thomas gelebt hatte mit seinem Gut, da warf er ihn samt Abbanes in den tiefsten Kerker und gedachte, wie er sich an ihnen räche, und wollte sie beide lebendig schinden und darnach mit Feuer verbrennen. Zu der Zeit starb Gad, des Königs Bruder; dem ward ein Grab mit großer Pracht bereitet. Aber am vierten Tage erstand der Tote; da erschraken und flohen alle, die gegenwärtig waren. Der tote Gad aber sprach zu seinem Bruder "Wisse, daß der Mensch, den du Willen hattest zu schinden und zu brennen, ist ein Freund Gottes, und dienen ihm alle Engel: die führten mich auch in das Paradies und zeigten mir einen Palast, der war wunderbarlich gewirkt von Gold und von Silber und von edelem Gestein; und da ich mich der Gezierde verwunderte, sprachen sie zu mir 'Dies ist der Palast, den Thomas deinem Bruder hat gemacht'. Da sprach ich 'Wollte Gott, daß ich Pförtner da möchte sein'. Sie antworteten 'Dein Bruder hat sich unwürdig gemacht dieser Wohnung, darum, begehrst du hierinnen zu wohnen, so wollen wir Gott für dich bitten, daß er dir das Leben wiedergebe, damit du deinem Bruder seinen Palast abkaufest und ihm das Geld wiedergebest, das er wähnet verloren zu haben'." Mit dem so lief Gad in den Kerker und bat Sanct Thomas, daß er seinem Bruder wolle verzeihen, und löste ihm seine Fesseln, und bat ihn, daß er ein köstlich Leid von ihm nähme. Aber Sanct Thomas sprach "Weißt du nicht, daß die nichts leibliches noch weltliches begehren, so Gewalt wollen haben in dem Himmel?" Als Sanct Thomas aus dem Kerker ging, lief ihm der König entgegen, warf sich ihm zu Füßen und bat um Gnade. Da sprach der Apostel "Gott hat euch sonderliche Gnade getan, daß er euch seine Heimlichkeit hat erzeigt. Darum glaubet an ihn und lasset euch taufen, damit ihr teilhaftig werdet des ewigen Reiches". Sprach zu ihm Gad, des Königs Bruder "Ich sah den Palast, den du meinem Bruder hast gebaut, und hab erworben, daß ich den kaufen dar". Antwortete Sanct Thomas "Das steht in deines Bruders Willen". Da sprach der König "Der Palast ist mein, und soll Sanct Thomas dir einen sonderen bauen, und mag er das nicht tun, so soll dieser Palast uns beiden gemeinsam sein." Der Apostel antwortete "Es sind unzählige Paläste in dem Himmel von Anbeginn der Welt bereit, die man kaufet mit dem Glauben und mit Almosen. Also mögen euch eure Schätze nütze sein, so sie vor euch her gehen zu den himmlischen Wohnungen; denn nachfolgen mögen sie euch nimmermehr".
Thomas der Apostel war zu Caesarea in der Stadt, da erschien ihm unser Herr und sprach: "Gundoforus der König von Indien hat seinen Schaffner Abbanes ausgesendet, daß er ihm suche den besten Baumeister. Darum steh auf, ich will dich zu ihm senden". Sprach Sanct Thomas "Herr, sende mich wohin du willst, allein nach Indien sende mich nicht". Da antwortete unser Herr und sprach "Thoma, geh und fürchte dich nicht, ich will dein Hüter sein; und wenn du die von Indien bekehrt hast, so sollst du zu mir kommen mit der Märtyrer Palme". Sprach Sanct Thomas "Du bist mein Herr, ich bin dein Knecht, dein Wille geschehe". Da nun der Schaffner des Königs auf dem Markte ging, sprach zu ihm unser Herr "Jüngling, was suchest du?" Er antwortete "Mein Herr hat mich gesandt, daß ich ihm suche die besten Meister der Baukunst, daß sie ihm einen Palast machen nach der Römer Weise". Da gab ihm unser Herr Sanct Thomam als einen großen Meister in der Kunst. Also stiegen sie miteinander zu Schiff und fuhren über Meer. ...
Hiernach kamen Abbanes und Sanct Thomas zu dem König von Indien; und Sanct Thomas zeichnete ihm einen herrlichen Palast, den er ihm bauen wollte; dazu gab ihm der König einen großen Schatz Goldes und fuhr in ein ander Land. In der Zeit teilte Sanct Thomas den Schatz unter die Armen, und zwei ganze Jahre, dieweil der König aus war, predigte er dem Volk und bekehrte unzählig viel Volks zum Christenglauben. Als der König wieder kam und vernahm, wie Thomas gelebt hatte mit seinem Gut, da warf er ihn samt Abbanes in den tiefsten Kerker und gedachte, wie er sich an ihnen räche, und wollte sie beide lebendig schinden und darnach mit Feuer verbrennen. Zu der Zeit starb Gad, des Königs Bruder; dem ward ein Grab mit großer Pracht bereitet. Aber am vierten Tage erstand der Tote; da erschraken und flohen alle, die gegenwärtig waren. Der tote Gad aber sprach zu seinem Bruder "Wisse, daß der Mensch, den du Willen hattest zu schinden und zu brennen, ist ein Freund Gottes, und dienen ihm alle Engel: die führten mich auch in das Paradies und zeigten mir einen Palast, der war wunderbarlich gewirkt von Gold und von Silber und von edelem Gestein; und da ich mich der Gezierde verwunderte, sprachen sie zu mir 'Dies ist der Palast, den Thomas deinem Bruder hat gemacht'. Da sprach ich 'Wollte Gott, daß ich Pförtner da möchte sein'. Sie antworteten 'Dein Bruder hat sich unwürdig gemacht dieser Wohnung, darum, begehrst du hierinnen zu wohnen, so wollen wir Gott für dich bitten, daß er dir das Leben wiedergebe, damit du deinem Bruder seinen Palast abkaufest und ihm das Geld wiedergebest, das er wähnet verloren zu haben'." Mit dem so lief Gad in den Kerker und bat Sanct Thomas, daß er seinem Bruder wolle verzeihen, und löste ihm seine Fesseln, und bat ihn, daß er ein köstlich Leid von ihm nähme. Aber Sanct Thomas sprach "Weißt du nicht, daß die nichts leibliches noch weltliches begehren, so Gewalt wollen haben in dem Himmel?" Als Sanct Thomas aus dem Kerker ging, lief ihm der König entgegen, warf sich ihm zu Füßen und bat um Gnade. Da sprach der Apostel "Gott hat euch sonderliche Gnade getan, daß er euch seine Heimlichkeit hat erzeigt. Darum glaubet an ihn und lasset euch taufen, damit ihr teilhaftig werdet des ewigen Reiches". Sprach zu ihm Gad, des Königs Bruder "Ich sah den Palast, den du meinem Bruder hast gebaut, und hab erworben, daß ich den kaufen dar". Antwortete Sanct Thomas "Das steht in deines Bruders Willen". Da sprach der König "Der Palast ist mein, und soll Sanct Thomas dir einen sonderen bauen, und mag er das nicht tun, so soll dieser Palast uns beiden gemeinsam sein." Der Apostel antwortete "Es sind unzählige Paläste in dem Himmel von Anbeginn der Welt bereit, die man kaufet mit dem Glauben und mit Almosen. Also mögen euch eure Schätze nütze sein, so sie vor euch her gehen zu den himmlischen Wohnungen; denn nachfolgen mögen sie euch nimmermehr".
Label:
Ansicht,
Personalia
01 Oktober 2013
Heft 85 von tà katoptrizómena ist erschienen!
Heft 85 des Magazins für Kunst | Kultur | Theologie | Ästhetik
trägt den Titel
trägt den Titel
VIEW
und versammelt folgende Texte:EDITORIAL
Gegen fromm polierte Schnulzen
Ein Aufruf
Andreas Mertin
VIEW
Sättigung für AugenblickeFilmische Bildinszenierungen und der Zusammenhang von Film, Zeit und Religion
Jörg Herrmann
Erlösung und Gerechtigkeit – allein in mir, allein im Hier
Religionskritisches und Medienreligiöses in den Filmen Clint Eastwoods
Harald Weiß
Die Aktualität von Dostojewskijs Großinquisitor
Hans-Jürgen Benedict
"Es lächelt der See, er ladet zum Bade"
Tagebuch einer Luzern-Reise
Hans Jürgen Benedict
RE-VIEW
Beuys – Eine BiographieEine kritische Auseinandersetzung
Marco A. Sorace
rähtselaft
Ein Projekt
Andreas Mertin
Hominum confusione et Dei providentia ...
Über den neuen Roman von Daniel Kehlmann
Wolfgang Vögele
„Die Kindheit Jesu“
Eine Literaturlesung von J.M. Coetzee
Hans-Jürgen Benedict
Fragen zur Bibel
Eine Rezension
Andreas Mertin
Lektüren
Auf dem Tisch der Redaktion
Andreas Mertin
Unter Beteiligung IV
Kurzvorstellungen
Andreas Mertin
POST
Kirchliche KunstpreiseEin Einwurf
Andreas Mertin
Ein Vierteljahrhundert
Vorstellungen ausgewählter Videoclips XXXIX
Andreas Mertin
Label:
Theomag
20 September 2013
Relativer Lebensschutz
Ein so genannter katholischer Lebensschützer über die jüngsten Äußerungen des Papstes:
„Ich bete seit Jahren für den Papst. Jeden Tag. Ich habe für Johannes Paul II. gebetet. Ich habe für Benedikt XVI. gebetet. Und ich bete für Papst Franziskus und werde das auch weiterhin für ihn tun. Und ich werde ihn verteidigen, in allem was er wirklich Katholisches tut. Aber ich werde in Zukunft jeden Tag auch dafür beten, daß uns der allmächtige und dreieinige Gott bald einen neuen Papst schenken möge.“
Ganz so weit reicht der Lebensschutz dann offenbar doch nicht, um einem Menschen mit anderen Ansichten ein langes und gesundes Leben zu wünschen - nicht mal dem eigenen Papst.
„Ich bete seit Jahren für den Papst. Jeden Tag. Ich habe für Johannes Paul II. gebetet. Ich habe für Benedikt XVI. gebetet. Und ich bete für Papst Franziskus und werde das auch weiterhin für ihn tun. Und ich werde ihn verteidigen, in allem was er wirklich Katholisches tut. Aber ich werde in Zukunft jeden Tag auch dafür beten, daß uns der allmächtige und dreieinige Gott bald einen neuen Papst schenken möge.“
Ganz so weit reicht der Lebensschutz dann offenbar doch nicht, um einem Menschen mit anderen Ansichten ein langes und gesundes Leben zu wünschen - nicht mal dem eigenen Papst.
Label:
Ansicht
16 September 2013
Propaganda
Man stelle sich das einmal kurz vor: Da versammeln sich Tausende in der Hauptstadt Berlin, um mit einem Marsch ihre Ideologie kundzutun. Und am Ende wollen sie nach ihrer Abschlusskundgebung noch einen Gottesdienst im Berliner Dom abhalten. Da kommen Ihnen Erinnerungen hoch? Ja, mir auch. Und als Berliner Domgemeinde würde ich es mir deshalb verbitten, derartig als Propagandamittel für die Feier irgendwelcher "Märsche" zu ideologischen Zwecken missbraucht zu werden.
Gott sei Dank hat die Berliner Domgemeinde auch so entschieden. Das hindert die abgewiesenen so genannten 'Lebensschützer' mit ihrem Marsch fürs Leben (um die handelt es sich im vorliegenden Falle), die schon mal gerne Abtreibung mit dem Holocaust in einen Konnex bringen, nicht daran, sich vehement über diese Absage zu echauffieren. Ausgerechnet auf dem katholischen Portal, das Protestanten auch schon mal als "Protestunten" denunziert, ihnen die Selbstbezeichnung als Kirche verweigert und einen vehementen Kampf gegen nahezu alle protestantischen Kirchenvertreter von Käßmann bis Schneider führt, wird nun geklagt, die Protestanten zeigten zu wenig ökumenischen Geist.
Es vergeht kein Tag, an dem nicht auf kath.net Protestanten geschmäht werden und z.B. in den Kommentaren wie im aktuellen Fall als Werkzeuge des Satans bezeichnet werden. Sicher, so schlimm wie andere katholische Portale, auf denen Martin Luther schon mal gerne als "Schwein in der Hölle" bezeichnet wird, ist es bei kath.net noch nicht. Aber die Sprache der Kommentatoren spricht Bände. Hier wird ständig die Ökumene der Praxis, die sich landauf, landab in den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden durchgesetzt hat, mit Füßen getreten.
Die protestierenden Lebensschützer wollen gar keine Ökumene, denn dann müssten sie sich ja fragen, was denn die Theologie der Domgemeinde in dieser Frage ist. Sie wollen einen Agitationsort für ihre religionspolitische Propaganda, die nur Schwarz oder Weiß kennt. Und den sollte man ihnen mit guten Gründen verweigern.
Gott sei Dank hat die Berliner Domgemeinde auch so entschieden. Das hindert die abgewiesenen so genannten 'Lebensschützer' mit ihrem Marsch fürs Leben (um die handelt es sich im vorliegenden Falle), die schon mal gerne Abtreibung mit dem Holocaust in einen Konnex bringen, nicht daran, sich vehement über diese Absage zu echauffieren. Ausgerechnet auf dem katholischen Portal, das Protestanten auch schon mal als "Protestunten" denunziert, ihnen die Selbstbezeichnung als Kirche verweigert und einen vehementen Kampf gegen nahezu alle protestantischen Kirchenvertreter von Käßmann bis Schneider führt, wird nun geklagt, die Protestanten zeigten zu wenig ökumenischen Geist.
Es vergeht kein Tag, an dem nicht auf kath.net Protestanten geschmäht werden und z.B. in den Kommentaren wie im aktuellen Fall als Werkzeuge des Satans bezeichnet werden. Sicher, so schlimm wie andere katholische Portale, auf denen Martin Luther schon mal gerne als "Schwein in der Hölle" bezeichnet wird, ist es bei kath.net noch nicht. Aber die Sprache der Kommentatoren spricht Bände. Hier wird ständig die Ökumene der Praxis, die sich landauf, landab in den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden durchgesetzt hat, mit Füßen getreten.
Die protestierenden Lebensschützer wollen gar keine Ökumene, denn dann müssten sie sich ja fragen, was denn die Theologie der Domgemeinde in dieser Frage ist. Sie wollen einen Agitationsort für ihre religionspolitische Propaganda, die nur Schwarz oder Weiß kennt. Und den sollte man ihnen mit guten Gründen verweigern.
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Ansicht
15 September 2013
Dialogbereitschaft und Inquisition
'Dialog' ist kein Selbstzweck, sondern hat nur einen
Sinn, wenn er ein klares Ziel hat. Das 'einzige Ziel' eines 'Dialogs'
der Katholiken mit Ungläubigen kann nur deren Bekehrung sein. Alles
andere führt ins Nichts und ist daher sinnlos.
Aus einem traditionalistischen Blog.
Aus einem traditionalistischen Blog.
Label:
Ansicht
18 August 2013
07 August 2013
Der sakrale Schmuck der Kirchen
Zitat des Tages von Kurt Marti: "Der 'sakrale' Schmuck der Kirchen sind deshalb die Menschen, die sich in ihr versammeln. Die Zierde der Kirchen sind - nach dem Maßstab Jesu — vor allem Diskriminierte wie Strafentlassene, Langhaarige, Einsame, Asoziale, Witwen, Arme, Homosexuelle usw. Einer Kirche, der gerade diese Diskriminierten fernbleiben, ist mit aller Kunst nicht zu helfen." (1970)
Marti, Kurt (1976): Plädoyer für die Entsakralisierung der kirchlichen Kunst (1970). In: Kurt Marti (Hg.): Grenzverkehr. Ein Christ im Umgang mit Kultur, Literatur u. Kunst. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag d. Erziehungsvereins, S. 185–189, hier 186.
Marti, Kurt (1976): Plädoyer für die Entsakralisierung der kirchlichen Kunst (1970). In: Kurt Marti (Hg.): Grenzverkehr. Ein Christ im Umgang mit Kultur, Literatur u. Kunst. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag d. Erziehungsvereins, S. 185–189, hier 186.
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