14 Februar 2007

Otto Mauer

... der sicher in der deutschsprachigen Kultur einzigartige Theologe, was die Verbindung mit der Kunst betrifft, wäre in diesen Tagen 100 Jahre geworden. Der Standard stellt ihn in einem Bericht vor.

Das Wiener Dommuseum widmet Otto Mauer eine Ausstellung unter dem Titel: "Happy Birthday, Monsignore!"

12 Februar 2007

Mathematik und Kunst

.... ist das Thema einer Ausstellung im Kulturspeicher Würzburg. In der Beschreibung heißt es: "Die Konkrete Kunst ist eine Kunst, die sich auch mit Geometrie, Stereometrie und Trigonometrie beschäftigt, mit Permutationen und Gleichungen, Zufall und Chaos, somit mit Mathematik. Die Ausstellung ... veranschaulicht die Bandbreite der Beziehung zwischen beiden Bereichen. Beginnend mit Werken der 1920er Jahre, der Entstehungszeit konstruktiv-konkreter Kunst, spannt sie den Bogen bis zur Gegenwart. Vertreten sind u.a. Joseph Albers, Paul Klee, El Lissitzky, George Vantongerloo und Sonia Delaunay, die Zürcher Konkreten mit Max Bill und Richard Paul Lohse und auch jüngere Künstler. Begleitende Tafeln und plastische Modelle veranschaulichen die mathematischen Verfahrensweisen und Prinzipien, die den Bildern zugrunde liegen.

04 Februar 2007

Raubkunst und Restitution

Ein breites Spektrum an Perspektiven zur Problematik verspricht die vom Moses Mendelsohn Zentrum initiierte internationale Konferenz "Eine Debatte ohne Ende? Raubkunst und Restitution im deutschsprachigen Raum" vom 22. bis zum 24. April 2007 im Alten Rathaus in Potsdam.

01 Februar 2007

Heft 45 des theomag ist erschienen!

Das aktuelle Heft des Magazins für Theologie und Ästhetik trägt den Titel KUNST-STÜCKE. Es ist dem Religionspädagogen Dietrich Zilleßen zum 70. Geburtstag gewidmet. Es enthält Beiträge zu Kunst, Theologie, Religionspädagogik und Popularkultur von
Weitere Informationen finden Sie im Editorial.

31 Januar 2007

Bissig ...

... kommentiert die taz die Neueröffnung der Kulturkirche in Bremen. Aber seien wir ehrlich: ganz abwegig ist der Kommentar nicht. Wenn es stimmt, dass es eine kulturnahe bestehende Kirchenarbeit gibt, deren Zuschüsse gefährdet sind, und zugleich eine Citykirche ostentativ zur Kulturkirche umgewidmet wurde, dann ist das schon merkwürdig. Dann wird Kultur tatsächlich als Notlösung missbraucht.

Kulturförderung zur evangelischen Profilierung: ja, Kunst und Kulturförderung an sich: nein. Das ist und bleibt der Eindruck von der Kulturpolitik der Evangelischen Kirche.

Und wer sich die Programmatik der Kulturkirche durchliest, dem wird von der kulinarischen Metaphorik schnell übel. So ist das mit der Kunst: "Am Freitag wird die Kulturkirche mit dem Symposium "Die neue Lust der Kirche an der Kultur" eröffnet ... Mitten in der Kirche wird dann die monumentale Installation "Geld wie Sand" zu sehen sein. Das Wochenende steht ganz im Zeichen kultureller Vielfalt. Für Geist, Herz, Ohren und Gaumen ist etwas dabei." Na also, es geht doch. Die Kirche fragt "Wer bin ich" und ganz nostalgisch setzt sie nach: "Welches Schweinderl hätten Sie denn gerne".

Vielleicht gilt für den Protestantismus im Blick auf die zeitgenössische Kunst und Kultur tatsächlich: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Das wären finstere Aussichten für die zeitgenössische Kunst und Kultur im Gespräch mit der Kirche, wenn denn ein solcher Dialog überhaupt noch geschehen würde.

28 Januar 2007

Der Sieg der Kirche über die Kunst

--- titelt die Berliner Zeitung einen Feuilletonbericht über einen Prozess gegen zeitgenössische Kunst in Russland, den die orthodoxe Kirche initiiert hat: "Sechs Tage nach der Eröffnung verurteilt Metropolit Kyrill von der Russisch-Orthodoxen Kirche die Veranstalter ... In der TV-Sendung "Russisches Haus" verhängen Priester live den Kirchenbann. Im Februar appelliert das russische Parlament an die Staatsanwaltschaft, gegen die Veranstalter wegen Schürens von religiösem Zwist vorzugehen. 265 von 267 Abgeordneten stimmen dafür ... Ein Kunstgutachten, verfasst von verbohrten Ikonen-Expertinnen, definiert die gesamte zeitgenössische Kunst als 'zeichenschaffende Tätigkeit von nihilistischer Orientierung'. So steht es dann wörtlich im Urteil." Wirklich erschreckend und zugleich nicht überraschend. [Mehr ...]

26 Januar 2007

Nestbeschmutzung

Das Impulspapier zur Zukunft der Kirche hat viele Kritiker - nicht zuletzt die Pfarrer. Und das zu Recht, wie der Tagesspiegel schreibt: "Viele Pfarrer sind schlichtweg beleidigt, weil sie im Impulspapier nicht gut wegkommen. „Wir werden als desorientiert, unterqualifiziert und separatistisch beschrieben“, sagt Pfarrer Klaus Weber, der dem Pfarrerverband vorsitzt. Er hätte die Versammelten in Wittenberg gerne gefragt, was mit den geforderten „Qualitätsstandards“, „Leistungsbewusstsein“ und „geistlicher Kompetenz“ gemeint sei. Aber der Pfarrerverband, der 20 000 Pfarrer vertritt, ist nicht eingeladen."

Das, was Dietrich Neuhaus schon im Jahr 1999 als kommenden "Fundamentalismus von oben" gegeißelt hatte, scheint nun Früchte zu tragen (vgl. dazu die Anmerkungen zur "Fundamentalismus-Debatte" im Magazin für Theologie und Ästhetik).

25 Januar 2007

Wozu Kulturwissenschaften?

Interessante Überlegungen zur Relevanz der Geistes- und Kulturwissenschaften hat Harald Welzer in der ZEIT vorgelegt. Ob die von ihm skizzierte Öffnung der Geisteswissenschaften tatsächlich so stattfinden muss, wie er es beschreibt, darüber bin ich mir nicht sicher. Seiner Schlussfolgerung kann ich aber nur zustimmen: "Was uns durch den Erkenntnisschock von 1989 abhanden gekommen ist und was uns die Scheinpragmatiker in den ökonomischen und politischen Eliten zu erfolgreich ausgeredet haben, ist die alles entscheidende Frage: Wie wollen wir leben? ... Insofern wird das neue Rollenverständnis der Geistes- und Kulturwissenschaften auch vitalisieren müssen, was zu lange abgelebt schien: den Begriff des Politischen." [Zum Artikel]

Vorbildliche Kulturvermittlung

Die Digitale Mozartausgabe der Internationalen Stiftung Mozarteum in Verbindung mit dem Packard Humanities Institute ist ein faszinierendes Beispiel für die kulturellen Vermittlungsmöglichkeiten des Internets: "The digitized version offers the musical text and the critical commentaries of the entire Neue Mozart-Ausgabe, edited by the Internationale Stiftung Mozart in cooperation with the Mozart cities of Augsburg, Salzburg, and Vienna." Tatsächlich kann man sich mit wenigen Klicks jedes Stück von Mozart einschließlich aller Anmerkungen als PDF-Datei herunterladen. Das ist wirklich vorbildlich und sollte auf diesem Niveau auch ein Standard für andere kulturhistorische Bereiche wie etwa Literatur und Bildende Kunst werden. Zur Nachahmung empfohlen!

20 Januar 2007

Traurige Wahrheit

"Die Sammlung der modernen religiösen Kunst ist, trotz einem Dix und einem Rouault, notwendigerweise ein Trauerspiel. Die Künstler und die Kirche haben einander nichts mehr zu sagen, nicht einmal ein Papst-Bild von Francis Bacon fand den Weg in die Vatikanischen Museen. Und Maurizio Cattelans Skulptur «Die neunte Stunde», sie zeigt Papst Johannes Paul II., von einem Meteoriten getroffen am Boden liegend, wird wohl kaum die Karriere des Laokoon machen" - das schreibt Petra Kipphoff unter der Überschrift "Das verwirrendste Museum der Welt" über die vatikanischen Sammlungen. [Mehr ...]

18 Januar 2007

Unbedingt ansehen!




Journal für Kunst, Sex und Mathematik

Etwas verspätet ...

... aber um so vehementer reagiert die taz unter der Überschrift "Huber Bubba. Der evangelische Bischof Wolfgang Huber ist der größte Blasenwerfer unserer Zeit" auf das schon im Juli erschienene Impulspapier "Kirche der Freiheit" (Vgl. dazu die Notiz in diesem Blog aus dem Juli 2006).

Was Michael Rudolf ins seiner Polemik aber überzeugend gelungen ist, ist die Phrasendrescherei des Papiers dem Leser komprimiert vor Augen zu führen. Zwar ist die Personalisierung nicht ganz gerechtfertigt, zeichnet doch gleich ein ganzes Gremium für das Elaborat verantwortlich, in der Sache trifft die ironische Zuspitzung aber den Kern. Und seien wir ehrlich: die "Kompetenz-Kompetenz" möchten wir der EKD gar nicht absprechen. Die kulturelle Kompetenz dagegen schon. Und die sprachliche erst recht.

14 Januar 2007

Abrisswahn

Unter dem Titel "Ein Land auf Abriss" beschreibt Hanno Rauterberg in der ZEIT die fortschreitende Vernichtung kulturgeschichtlich wichtiger Bauwerke im Interesse von ökonomisch verwertbaren Neubauten. [Mehr ...]

Kritisch beschäftigt sich Jens Jenssen in der gleichen Ausgabe mit der Denkmal-Ideologie, die längst nicht mehr das das ästhetisch Wertvolle sondern das historisch Interessante schütze. [Mehr ...]

08 Januar 2007

Religion und ihr Anderes

"Die Möglichkeit, das Religiöse und das Säkulare als getrennte Sphären zu denken, ist für die europäische Moderne konstitutiv".
So heißt es im Programm zu einer internationalen Konferenz zum Thema "Religion und ihr Anderes. Säkulare und sakrale Konzepte und Praktiken in Interaktion". Die Tagung will ausgehend von konzeptionellen Überlegungen des Kulturanthropologen Talal Asad zu den Konstitutionsprozessen des Religiösen und des Säkularen erörtern, wie sich Konzepte und Praktiken beider Sphären herausbilden, wie deren Grenzen generiert, ausgehandelt, stabil gehalten bzw. verändert werden. Gefragt wird auch, "was geschieht, wenn spezifische Konzepte des Säkularen und des Religiösen mobil werden, wenn sich religiöse und säkulare Selbstentwürfe in transnationalen scapes (Arjun Appadurai) und zunehmend globalisierten Räumen bewähren müssen und unterschiedliche Konzepte des Religiösen in immer schon politisch und sozial vorstrukturierten Konstellationen aufeinander treffen?"

“Religion und ihr Anderes. Säkulare und sakrale Konzepte und Praktiken in Interaktion / Religion and Its Other: Secular and Sacral Concepts and Practices in Interaction” Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptgebäude, Unter den Linden 6-9, 30. März - 1. April 2007

04 Januar 2007

COATS! Mode aus Italien

"Eine Reise in die Welt der italienischen Mode" verspricht die Ausstellung "COATS! Max Mara, 55 Jahre Mode aus Italien". Noch bis zum 4. März 2007 ist in der Kunstbibliothek des Kulturforums am Potsdamer Platz in Berlin bisher unveröffentlichtes Material aus dem Firmenarchiv des Modeunternehmens Max Mara zu sehen. "Max Mara wurde 1951 von Achille Maramotti in Reggio Emilia gegründet. [...] Der Schwerpunkt der Ausstellung [...] liegt auf den beiden Hauptkollektionen Max Mara (ab 1951) und Sportmax (ab 1969), für die neben dem hauseigenen Designteam bekannte Modedesigner wie Karl Lagerfeld, Jean Charles de Castelbajac, Luciano Soprani, Guy Paulin oder Anne-Marie Beretta verantwortlich zeichnen. Als roter Faden dienen die berühmten, heute klassischen Woll- und Kaschmirmäntel des MaxMara-Labels sowie Mäntel und Kostüme der Designkollektion Sportmax. Neben den rund 60 originalen Modellen sowie zahlreichen Entwurfs- und Kollektionsskizzen widmet sich die Ausstellung dem Thema der Bildkommunikation mit Modefotografien von Sarah Moon, Peter Lindbergh, Richard Avedon, Steven Meisel und anderen bedeutenden Bildautoren."

COATS! Max Mara, 55 Jahre Mode aus Italien, Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstbibliothek, Sonderausstellungsraum oben, 30. November 2006 bis 4. März 2007

27 Dezember 2006

Ein gutes Neues Jahr ...


...wünscht das Magazin für Theologie und Ästhetik
allen Leserinnen und Lesern!

20 Dezember 2006

Frohe Weihnachten!


... wünscht Ihnen das
Magazin für Theologie und Ästhetik!

09 Dezember 2006

Robert Rosenblum (1927-2006)

Am vergangenen Mittwoch, dem 6. Dezember 2006, ist der amerikanische Kunsthistoriker Robert Rosenblum in Greenwich Village gestorben. Bekannt geworden ist Rosenblum vor allem durch seine Publikation "Modern Painting and the Northern Romantic Tradition, London 1975" (Die moderne Malerei und die Tradition der Romantik. Von C. D. Friedrich zu Mark Rothko, München 1981), in der er die Moderne aus der romantischen Tradition heraus entwickelt und damit "einen neuen Kanon" (W. Hofmann) prägte.

"Robert Rosenblum, 79, Curator and Art Historian, Dies" (New York Times)

01 Dezember 2006

Heft 44 des Theomag ist erschienen

Das 44. Heft des Magazins für Theologie und Ästhetik ist erschienen. Das Heft ist ein so genannter CONTAINER mit verschiedenen Themenschwerpunkten.

Das Heft enthält u.a. folgende Beiträge und Aufsätze:

Editorial

ARTIKEL


Défendre des images défendues / Zur Verteidigung verbotener Bilder
Zeitgenössische Neuinterpretationen von Leonardo da Vincis Abendmahl
Jérôme Cottin

'Hin - und weg'
Zwei subjektphilosophische Texte zu Nähe und Ferne vor gesellschaftskritischem Hintergrund von Bildungs- und Beziehungsfähigkeit
Frauke Annegret Kurbacher

Re-Lektüren
Über Google-Print und das seltsame Vergnügen, alte Texte zu lesen
Andreas Mertin

REVIEWS

Du spirituel dans l’art - Spirituelles in der Kunst
Jérôme Cottin

Seelsorge
Christoph Fleischer

Stein gewordene Geschichte
Andreas Mertin

MARGINALIEN

Kunstschätze
Museen virtuell
Andreas Mertin

SPOTLIGHT

Im Labyrinth XXXI
Erscheinungen im Cyberspace
Andreas Mertin

Lektüren XXVII
Aus der Bücherwelt
Andreas Mertin

White Cube XXIII
Ein Kunstwerk werden - Der Sehgalblog
Jörg Herrmann

Public Istanbul

"Istanbul, eine der größten und bedeutendsten Metropolen auf dem europäischen Kontinent, unterliegt gegenwärtig einer Reihe von Transformationsprozessen, die sich sowohl auf politischer und kultureller aber auch auf räumlicher Ebene abbilden."

Im Rahmen des Projekts "Soziologie der Globalisierung" des Lehrstuhls für Architektur der Bauhaus-Universität Weimar soll eine Tagung unterschiedliche Perspektiven der aktuellen Stadtentwicklung zusammentragen und diskutieren. Eingeladen sind internationale WissenschaftlerInnen der Soziologie, Geographie, Ethnologie, Politologie, Geschichte, Stadtplanung, Architektur, Kulturwissenschaften und Kunst.

PUBLIC ISTANBUL - Die Stadt und ihre Räume der Öffentlichkeit, 19. bis 20. Januar 2007, Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar, Bauhaus-Str. 7b, 99421 Weimar.

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