28 Februar 2011
Nichts Gutt
Der Staatsrechtler Oliver Lepsius, Nachfolger von Karl-Theodor zu Guttenbergs Doktorvater Peter Häberle, im Bayerischen Fernsehen über das Plagiat des Verteidigungsministers:
Label:
Ansicht,
Gesellschaft,
Kritik
22 Februar 2011
Was in diesen Tagen klar gesagt werden muss ...
fasst Tissy Bruns im Kommentar des Tagesspiegels zusammen: "was offen zutage liegt: Nämlich Täuschung und Diebstahl, also Rechtsbruch durch den Abgeordneten Guttenberg, den er als Verteidigungsminister vertuscht, wiederum unter fortlaufendem Bruch demokratischer Grund- und Anstandsregeln."
Und das Fazit: Merkel "ist mit Guttenberg ein Bündnis von Popularität und Täuschungen eingegangen, das von einem zynischen Motto zusammengehalten wird: Das Volk, es will betrogen sein. Ein gefährlicher Moment für die Demokratie, wenn dieses Stück Erfolg hat."
So ist es. Wehret den Anfängen!
Und das Fazit: Merkel "ist mit Guttenberg ein Bündnis von Popularität und Täuschungen eingegangen, das von einem zynischen Motto zusammengehalten wird: Das Volk, es will betrogen sein. Ein gefährlicher Moment für die Demokratie, wenn dieses Stück Erfolg hat."
So ist es. Wehret den Anfängen!
Label:
Ansicht,
Gesellschaft,
Kritik,
Personalia
13 Februar 2011
Lektüren
Jürgen Ebach zur Frage der theologischen Beurteilung von Homosexualität.
Ein Gastbeitrag auf evangelisch.de
Ein Gastbeitrag auf evangelisch.de
Label:
Tipp
01 Februar 2011
Heft 69 von tà katoptrizómena ist erschienen!
Ist ein so genannter
CONTAINER
mit folgenden Beitragen:
EDITORIAL
VIEW
Sakralismus Oder: Die scheinbare Kunst, Kirchen erzählerisch zu deuten
Andreas Mertin
Paradigmen theologischen Denkens
Auf der Suche nach einem für mich heute tragfähigen und sagfähigen Glauben. Teil II
Stefan Schütze
Das Ja des Glaubens trotz der Angst des Nein
Sinn und Sein von Glaubensstrukturen in Prozessen posttraditionalen Denkens
Matthias Giesel
Dante Alighieri als Theologe für heute
Ein Denkanstoß
Markus Göschel
Den Schrecken im Gedicht benennen
Erich Frieds Vietnam-Poesie und die neueste Erforschung der Vietnamkriegsführung
Hans Jürgen Benedict
Vampire im Schulzimmer
Religiöse und psychologische Aspekte des Vampirmythos
Bruno Amatruda
RE-VIEW
Das runde QuadratEine Reflexion zur Formel „Explizit religiös“
Andreas Mertin
VIPs
Eine Kurzvorstellung
Andreas Mertin
Rede an die Menschheit
Eine Buchvorstellung
Andreas Mertin
Vom Logos zum Mythos?
Eine Kurzrezension
Andreas Mertin
POST
Dr. FaustusEine Predigt
Hans-Jürgen Benedict
Zur Entstehungsgeschichte des Dr. Faustus
Ein Vortrag
Hans Jürgen Benedict
Label:
Theomag
24 Januar 2011
Aus der Perspektive der Philister geschrieben
Ach, ich liebe www.evangelisch.de, jenes Portal, auf dem man immer etwas Neues und Lustiges findet. Der heutige Fund: ein Bericht über einen Konfirmandentag im Museum. Titel: Konfirmanden begegnen Gott in der Kunst.
Das ist schön, wenigstens ein Ort, wo man ihm noch begegnen kann.
Und wir begleiten die Konfirmanden durchs Museum und erfahren, dass auch bei dieser Art der Gottsuche gute Bibelkenntnisse weiterhelfen.
Wie wichtig gute Bibelkenntnisse sind, demonstriert der Bericht auch gleich, indem Rembrandts berühmte Blendung Simsons so beschrieben wird:
"Die kraftvolle Wirkung dieses 2,72 Meter breiten Gemäldes lässt auch das Kinobilder gewohnte Auge nicht unberührt. Komposition und Lichtdramaturgie fordern den Betrachter heraus, lenken den Blick auf den Dolch, der soeben in das Auge des am Boden liegenden Tyrannen sticht."
Da hat wohl jemand die Akteure verwechselt. Kann ja mal vorkommen. Wenige Zeilen später das gleiche Spiel:
"Dies zeigt sich beispielsweise an Delila, der Frauengestalt in diesem Werk. Rembrandt malt sie, während sie auf das grausame Geschehen zurück blickt. Noch hat sie die Schere in der Hand, mit der sie dem Tyrannen die Haare abschnitt und ihn, so die biblische Überlieferung, verwundbar machte."
Ja, das muss wohl die Perspektive der Philister sein, die wir hier hören. In der Bibel steht es anders.
[UPDATE] Nach zwei Hinweisen per Email hat evangelisch.de den Text nun korrigiert.
Das ist schön, wenigstens ein Ort, wo man ihm noch begegnen kann.
Und wir begleiten die Konfirmanden durchs Museum und erfahren, dass auch bei dieser Art der Gottsuche gute Bibelkenntnisse weiterhelfen.
Wie wichtig gute Bibelkenntnisse sind, demonstriert der Bericht auch gleich, indem Rembrandts berühmte Blendung Simsons so beschrieben wird:
"Die kraftvolle Wirkung dieses 2,72 Meter breiten Gemäldes lässt auch das Kinobilder gewohnte Auge nicht unberührt. Komposition und Lichtdramaturgie fordern den Betrachter heraus, lenken den Blick auf den Dolch, der soeben in das Auge des am Boden liegenden Tyrannen sticht."
Da hat wohl jemand die Akteure verwechselt. Kann ja mal vorkommen. Wenige Zeilen später das gleiche Spiel:
"Dies zeigt sich beispielsweise an Delila, der Frauengestalt in diesem Werk. Rembrandt malt sie, während sie auf das grausame Geschehen zurück blickt. Noch hat sie die Schere in der Hand, mit der sie dem Tyrannen die Haare abschnitt und ihn, so die biblische Überlieferung, verwundbar machte."
Ja, das muss wohl die Perspektive der Philister sein, die wir hier hören. In der Bibel steht es anders.
[UPDATE] Nach zwei Hinweisen per Email hat evangelisch.de den Text nun korrigiert.
01 Dezember 2010
Heft 68 von tà katoptrizómena ist erschienen!
steht unter dem Titel
POPMUSIK
und enthält folgende Beitrage:
EDITORIALVIEW
“My sanctuary”The cultural hermeneutics of ‘Spiritual Need’ in a Marc Cohn song
Andreas Kubik
"Pure Vernunft darf niemals siegen"
Plädoyer für den popkulturellen Gottesdienst
Martin Zerrath
Musikvideos im Religionsunterricht
Christoph Örley
Time is running out Zur Rezeption der Apokalpyse im Rap - Eine Rezension
Andreas Kubik
Gnadenlos populär
Ist die Massenkultur die Lebensform der Gegenwart?
Andreas Mertin
Auf der Suche
Reflexionen zum Populären im Pop
Andreas Mertin
RE-VIEW
Wer Schmetterlinge lachen hörtEine Recherche zur Poetik eines religiösen Sprachbildes
Andreas Mertin
Kultureller Atavismus
"Altes Wissen in zeitgenössischer Kunst"?
Andreas Mertin
POST
Abendmahls-PossenWer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen
Andreas Mertin
Das Boot, der Hirte und die Piste
Katholisches Metapherngestöber
Andreas Mertin
Label:
Theomag
28 November 2010
Huber zum Zweiten
Nach dem Iran scheint Wolfgang Huber nun die Oper besucht zu haben.
Während er beim Iran auffallend still blieb, wird er bei der Oper um so lauter und beklagt Das Abendmahl als Lachnummer.
Und es ist das zweite Mal, dass die ZEIT in kürzester Zeit reaktionären theologischen Ansichten in Sachen Kultur Raum gibt. Es wäre ja viel gewonnen, wenn es begründete Einwände wären, die man hier lesen könnte, aber es ist doch bloß biedermeierliches Unbehagen.
Während er beim Iran auffallend still blieb, wird er bei der Oper um so lauter und beklagt Das Abendmahl als Lachnummer.
Und es ist das zweite Mal, dass die ZEIT in kürzester Zeit reaktionären theologischen Ansichten in Sachen Kultur Raum gibt. Es wäre ja viel gewonnen, wenn es begründete Einwände wären, die man hier lesen könnte, aber es ist doch bloß biedermeierliches Unbehagen.
26 November 2010
20 November 2010
Ein unversehener Kommentar ...
zum neuen Buch der Kulturbeauftragten der EKD, Petra Bahr, über christliche Tugenden,
gefunden im Buch "Der kommende Aufstand":
"Das Abendland, das ist jene Zivilisation, die alle Prophezeiungen über ihren Untergang durch eine eigenartige List überlebt hat. So wie das Bürgertum sich als Klasse verneinen musste, um die Verbürgerlichung der Gesellschaft vom Arbeiter bis zum Baron zu ermöglichen. Wie sich das Kapital als Lohnverhältnis opfern musste, um sich als soziales Verhältnis durchzusetzen, um dadurch zu kulturellem Kapital und gesundheitlichem Kapital, wie auch zu finanziellem Kapital zu werden.
Wie das Christentum sich als Religion opfern musste, um als affektive Struktur zu überleben, als diffuse Mahnung zu Demut, Mitgefühl und Ohnmacht, ... [so hat sich das Abendland] als besondere Zivilisation geopfert, um sich als universelle Kultur durchzusetzen. Das Vorgehen lässt sich wie folgt zusammenfassen: Ein im Sterben liegendes Gebilde opfert sich als Inhalt, um als Form zu überleben." (S. 59)
gefunden im Buch "Der kommende Aufstand":
"Das Abendland, das ist jene Zivilisation, die alle Prophezeiungen über ihren Untergang durch eine eigenartige List überlebt hat. So wie das Bürgertum sich als Klasse verneinen musste, um die Verbürgerlichung der Gesellschaft vom Arbeiter bis zum Baron zu ermöglichen. Wie sich das Kapital als Lohnverhältnis opfern musste, um sich als soziales Verhältnis durchzusetzen, um dadurch zu kulturellem Kapital und gesundheitlichem Kapital, wie auch zu finanziellem Kapital zu werden.
Wie das Christentum sich als Religion opfern musste, um als affektive Struktur zu überleben, als diffuse Mahnung zu Demut, Mitgefühl und Ohnmacht, ... [so hat sich das Abendland] als besondere Zivilisation geopfert, um sich als universelle Kultur durchzusetzen. Das Vorgehen lässt sich wie folgt zusammenfassen: Ein im Sterben liegendes Gebilde opfert sich als Inhalt, um als Form zu überleben." (S. 59)
Label:
Kritik
01 Oktober 2010
Heft 67 von tà katoptrizómena ist erschienen!
steht unter dem Titel
ÄSTHETISCHE ANDACHT
EDITORIAL
VIEW
Christentum kontrovers. Wie weiter mit Gott?Eine Diskussion
Jörg Herrmann - Wilhelm Gräb - Herbert Schnädelbach
Die Gnade der Zeichen
Ein theologischer Blick auf Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“
Walter Schöpsdau
Das Kino - ein Ort der Offenbarung
Überlegungen zur religiösen Dimension von Kinoerfahrungen
Jörg Herrmann
Ästhetische Andacht als Unterhaltung.
Überlegungen beim Hören von Detlev Prößdorfs "Sternklare Zahnschmerzen"
Harald Schroeter-Wittke
Die Kraft des Verdrängens
Zur Aktualität des Religiösen in der postmodernen Religionspädagogik
Matthias Giesel
Wahrnehmungsstörung
Beobachtungen zur aktuellen protestantischen Kunsthermeneutik
Andreas Mertin
RE-VIEW
Kommt und sehtDas Johannesevangelium als ästhetische Andacht
Harald Schroeter-Wittke
Einladung zur Wahrnehmung
Marcel Proust und die Gemälde aus der Verlorenen Zeit
Andreas Mertin
Kunst und Religion - Ein kontroverses Verhältnis
Eine Rezension
Andreas Mertin
Literatur und Bibel
Eine Rezension
Andreas Mertin
POST
Neue evangelische KunstEin 'Jubiläum', das die Kirche wohl nicht feiern wird
Andreas Mertin
Label:
Theomag
20 August 2010
Ihr Engagement ist gefragt!
Die Iranerin Sakineh Ashtiani ist wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt worden und soll gesteinigt werden. Wir bitten Sie, die von der iranischen Autorin Azar Nafisi initiierte Internetkampagne gegen die Hinrichtung zu unterstützen und die Petition zu unterschreiben. Sie finden die Petition hier.
Weitere Informationen können Sie diesem Artikel der FAZ entnehmen.
Weitere Informationen können Sie diesem Artikel der FAZ entnehmen.
Label:
Gesellschaft
01 August 2010
Heft 66 von tà katoptrizómena ist erschienen!
steht unter dem Titel
SÜNDE
und enthält folgende Beitrage:
EDITORIAL
Markus Göschel
Das 'sündige Selbst'
Zu einer gravierenden Ambivalenz des christlichen Liebesbegriffs ...
Frauke Kurbacher
It's a sin
Eine videoästhetische Reise durch die Welt der populären Sünden
Andreas Mertin
Battlestar Galactica
Aspekte von Sünde und Erlösung
Michael Waltemathe
E wie Sünde
Betrachtungen
Andreas Mertin
Es donnert und blitzt abermals
Aus den Schwarzwälder Dorfgeschichten
Bertold Auerbach
Paradigmen theologischen Denkens
Zwei Nachträge
Stefan Schütze
Ein empfehlenswertes Experiment
Andreas Mertin
Pathetische Körper
Lady Gagas Spiel mit dem Faschismus
Andreas Mertin
Der Animationsfilm
Eine visuelle Rezension Teil 4
Andreas Mertin
Kunst, Religion und Presse
Andreas Mertin
VIEW
Sünde theologischMarkus Göschel
Das 'sündige Selbst'
Zu einer gravierenden Ambivalenz des christlichen Liebesbegriffs ...
Frauke Kurbacher
It's a sin
Eine videoästhetische Reise durch die Welt der populären Sünden
Andreas Mertin
Battlestar Galactica
Aspekte von Sünde und Erlösung
Michael Waltemathe
E wie Sünde
Betrachtungen
Andreas Mertin
Es donnert und blitzt abermals
Aus den Schwarzwälder Dorfgeschichten
Bertold Auerbach
Paradigmen theologischen Denkens
Zwei Nachträge
Stefan Schütze
RE-VIEW
Hörstadt - HörwegeEin empfehlenswertes Experiment
Andreas Mertin
Pathetische Körper
Lady Gagas Spiel mit dem Faschismus
Andreas Mertin
Der Animationsfilm
Eine visuelle Rezension Teil 4
Andreas Mertin
POST
Freiheit ist immer die Freiheit der AndersdenkendenKunst, Religion und Presse
Andreas Mertin
Label:
Theomag
01 Juni 2010
Heft 65 von tà katoptrizómena ist erschienen!
steht unter dem Titel
CONTAINER
und enthält folgende Beitrage:
EDITORIAL
VIEW
Paradigmen theologischen DenkensAuf der Suche nach einem für mich heute tragfähigen und sagfähigen Glauben
Stefan Schütze
Biblical faith. An Evolutionary Approach
Auf Gerd Theißens Spuren
Markus Mürle
Zweckfreiheit und Weltbezug
Zur anthropologischen Dimension des Ästhetischen bei Kant
Frauke A. Kurbacher
Öffnen und schließen
Eine kulturwissenschaftliche Betrachtung
Andreas Mertin
RE-VIEW
K.M.Eine Lektüre-Empfehlung
Andreas Mertin
Orientierung zum Lesen
Eine Buchvorstellung
Andreas Mertin
Der Animationsfilm
Eine visuelle Rezension Teil 1
Eine visuelle Rezension Teil 2
Eine visuelle Rezension Teil 3
Andreas Mertin
POST
Warum nicht zum 1872. Todesjahr von Juvenal?Eine kritische Notiz
Andreas Mertin
Jesus lebt
Eine theologische Glosse
Andreas Mertin
Label:
Theomag
31 Mai 2010
Louise Bourgeois gestorben
Im Alter von 98 Jahren ist am Montag, den 31.05.2010 die französisch-amerikanische Malerin und Bildhauerin Louise Bourgeois gestorben. Sie galt als eine der wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart.
Label:
Personalia
28 Mai 2010
dOCUMENTA 13 - erstes Kunstwerk
Am 21. Juni 2010 um 12 Uhr mittags wird Giuseppe Penones Arbeit Idee di Pietra (Ansichten eines Steins) als erstes Kunstwerk der dOCUMENTA (13) im Auepark in Kassel eingeweiht.
Auf den ersten Blick scheint sich eine kleine Wolke in den Zweigen eines Baums verfangen zu haben, der beinahe neun Meter hoch ist. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich der Baum als eine Bronzeskulptur, in deren oberen Teil ein großer Stein ruht. Neben der Skulptur wächst ein kleiner, lebendiger, junger Baum. Er steht in der Nähe der Orangerie im Kasseler Auepark, ganz im Gleichgewicht zwischen Realität, Repräsentation und Fiktion, und zelebriert die poetische Erfahrung und die Beziehung von Natur und Kultur durch die Kunst.
Zwei Jahre vor der offiziellen Eröffnung geht die dOCUMENTA (13) ans Werk und pflanzt einen Baum im Park. Wie dieser Baum wird die dOCUMENTA (13) über die nächsten zwei Jahre hinweg wachsen.
„Dieses Ereignis findet am Tag der Sommersonnenwende statt, wenn die Sonne ihren höchsten Stand am Himmel erreicht,“ sagt Carolyn Christov-Bakargiev. „Wir feiern den Beginn des Sommers und der Schaffenskraft von Kunst mit diesem Augenblick im Park - dem Pflanzen eines Baumes.”
Auf den ersten Blick scheint sich eine kleine Wolke in den Zweigen eines Baums verfangen zu haben, der beinahe neun Meter hoch ist. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich der Baum als eine Bronzeskulptur, in deren oberen Teil ein großer Stein ruht. Neben der Skulptur wächst ein kleiner, lebendiger, junger Baum. Er steht in der Nähe der Orangerie im Kasseler Auepark, ganz im Gleichgewicht zwischen Realität, Repräsentation und Fiktion, und zelebriert die poetische Erfahrung und die Beziehung von Natur und Kultur durch die Kunst.
Zwei Jahre vor der offiziellen Eröffnung geht die dOCUMENTA (13) ans Werk und pflanzt einen Baum im Park. Wie dieser Baum wird die dOCUMENTA (13) über die nächsten zwei Jahre hinweg wachsen.
„Dieses Ereignis findet am Tag der Sommersonnenwende statt, wenn die Sonne ihren höchsten Stand am Himmel erreicht,“ sagt Carolyn Christov-Bakargiev. „Wir feiern den Beginn des Sommers und der Schaffenskraft von Kunst mit diesem Augenblick im Park - dem Pflanzen eines Baumes.”
Label:
Ausstellung
25 Mai 2010
Materialfetischismus
Dazu fällt einem nichts mehr ein: "Folglich ist Jesus ans Marterholz geschlagen worden, an denselben Stoff, aus dem die Arche Noahs gefertigt war und an welchen Luther später seine Thesen schlug." (e wie evangelisch)
Label:
Kritik
18 Mai 2010
Merkwürdige Prophetie
Im Kontext des anstehenden Eurovision-Song-Contest in Oslo bleiben natürlich auch kirchliche Stellungnahmen nicht aus. So meldet epd: "Auch die Kirche müsse die Beliebtheit von Popmusik aufgreifen, sagt Oberkirchenrat Thies Gundlach vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): "Wir als Kirche (sic!) können nicht sagen, wir wollen nah bei den Menschen sein, aber den Zeitgeist finden wir doof." Doch einen Zusammenhang zwischen der Euphorie um Senkrechtstarterin Lena und der Begeisterung der Jünger Jesu in der biblischen Pfingstgeschichte sieht er nicht. Das Pfingstfest sei tiefergehender als ein kurzlebiger Starkult. "Pfingsten, das war ganz großes Kino", sagt er. "Wer redet denn in über 2.000 Jahren noch von Lena Meyer-Landrut?"
Das ist dann doch etwas irritierend. Will Gundlach damit andeuten, das Pfingstfest sei über 2000 Jahre alt? Dann wäre Jesus spätestens mit 14 Jahren gekreuzigt worden (wenn wir davon ausgehen, dass er 4 vor unserer Zeitrechnung geboren wurde), denn Pfingsten liegt bekanntlich nach der Kreuzigung. Und was soll der Vergleich mit dem ganz großen Kino? Nicht Popmusik, sondern großes Kino? Lese ich das richtig? Geht Gundlach davon aus, dass in 1980 Jahren noch irgend eines der "großen" Kinostücke bekannt sein könnte? Die sich dem Medienzeitalter anbiedernde Sprache geht hier an der Sache vollständig vorbei. Allenfalls "große Literatur" wäre ein passender Vergleichsbegriff, aber der klingt vermutlich zu konventionell und verstaubt. Und die Rede vom "großen Theater" ist ihm vermutlich zu riskant.
Das ist dann doch etwas irritierend. Will Gundlach damit andeuten, das Pfingstfest sei über 2000 Jahre alt? Dann wäre Jesus spätestens mit 14 Jahren gekreuzigt worden (wenn wir davon ausgehen, dass er 4 vor unserer Zeitrechnung geboren wurde), denn Pfingsten liegt bekanntlich nach der Kreuzigung. Und was soll der Vergleich mit dem ganz großen Kino? Nicht Popmusik, sondern großes Kino? Lese ich das richtig? Geht Gundlach davon aus, dass in 1980 Jahren noch irgend eines der "großen" Kinostücke bekannt sein könnte? Die sich dem Medienzeitalter anbiedernde Sprache geht hier an der Sache vollständig vorbei. Allenfalls "große Literatur" wäre ein passender Vergleichsbegriff, aber der klingt vermutlich zu konventionell und verstaubt. Und die Rede vom "großen Theater" ist ihm vermutlich zu riskant.
Label:
Kritik
01 April 2010
Heft 64 von tà katoptrizómena ist erschienen!
steht unter dem Titel
Blindness and Insight
und enthält folgende Beitrage:
EDITORIAL
Oder: Über die Kultur der Sünde
Andreas Mertin
Es ist Krieg
Künstlerische Reflexionen zur Dynamik von Gewalt und Zerstörung
Karin Wendt
Beethoven / Afrika
Ein bemerkenswerter Film über das Orchestre Symphonique Kimbanguiste
Hans J. Wulff
Der Melancholiker im Flugzeug
Bemerkungen zu UP IN THE AIR
Hans J. Wulff
Ich - Ich - Ich
Verwunderte Bemerkungen zum Verhältnis von Kirche und Kultur
Andreas Mertin
„... und ein festliches Tedeum über die Lande sich schwinge ...“
Kurze Anmerkungen zu Musik und Text im Triumphlied von Johannes Brahms op. 55
Susanne Dammann
Moderne virtuell
Karin Wendt
Meilensteine der Architektur
Eine Kurzvorstellung
Andreas Mertin
Ein Gedankenspiel
Andreas Mertin
VIEW
Blindness and InsightOder: Über die Kultur der Sünde
Andreas Mertin
Es ist Krieg
Künstlerische Reflexionen zur Dynamik von Gewalt und Zerstörung
Karin Wendt
Beethoven / Afrika
Ein bemerkenswerter Film über das Orchestre Symphonique Kimbanguiste
Hans J. Wulff
Der Melancholiker im Flugzeug
Bemerkungen zu UP IN THE AIR
Hans J. Wulff
Ich - Ich - Ich
Verwunderte Bemerkungen zum Verhältnis von Kirche und Kultur
Andreas Mertin
„... und ein festliches Tedeum über die Lande sich schwinge ...“
Kurze Anmerkungen zu Musik und Text im Triumphlied von Johannes Brahms op. 55
Susanne Dammann
RE-VIEW
Im Labyrinth XXXIIModerne virtuell
Karin Wendt
Meilensteine der Architektur
Eine Kurzvorstellung
Andreas Mertin
POST
Verstehst Du auch, was Du siehst?Ein Gedankenspiel
Andreas Mertin
Label:
Theomag
05 März 2010
Pastorale Internationale
Antje Vollmer hat sich in der ZEIT zu Margot Käßmann geäußert: Das Comeback der Margot Käßmann. Entweder ist das die schlimmste verschwurbelte Schleimerei, die ich seit langem gelesen habe (wenn es denn Ernst gemeint ist), oder es ist die vernichtendste Kritik an Margot Käßmann (wenn es denn Ironie sein sollte). Ganz klar wird das nicht.
Der vorletzte Absatz beginnt mit folgenden Worten: "Sie ist schon gerettet. Sie hat es selbst getan." Ja, das ist die ultimative Einsicht der pastoralen Internationale. Erlösungsbedürftig sind wir schon lange nicht mehr, wir erretten uns lieber selber. Und stimmen dann fröhlich mit der sozialistischen Gemeinde die Internationale an: Uns aus dem Elend zu erlösen / müssen wir schon selber tun.
Der vorletzte Absatz beginnt mit folgenden Worten: "Sie ist schon gerettet. Sie hat es selbst getan." Ja, das ist die ultimative Einsicht der pastoralen Internationale. Erlösungsbedürftig sind wir schon lange nicht mehr, wir erretten uns lieber selber. Und stimmen dann fröhlich mit der sozialistischen Gemeinde die Internationale an: Uns aus dem Elend zu erlösen / müssen wir schon selber tun.
Label:
Kritik
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